In letzter Minute

Nach Rettung aus Hochwasser: Flutopfer und Polizist treffen sich wieder

20.7.2021, 11:11 Uhr
Glückliches Wiedersehen: Eine gute Woche nach ihrer Rettung aus den Fluten der Aisch traf das 18-jährige Flutopfer den Polizisten, der sie aus dem Wasser gezogen hatte.

Glückliches Wiedersehen: Eine gute Woche nach ihrer Rettung aus den Fluten der Aisch traf das 18-jährige Flutopfer den Polizisten, der sie aus dem Wasser gezogen hatte. © Polizei Höchstadt, NN

Immer wieder unterschätzen Menschen die Gefahr, die von einem Hochwasser ausgeht. So auch eine 18-Jährige, die am Samstag vor einer guten Woche bei Höchstadt unterwegs war. Nach einer Autopanne wollte die junge Frau zu Fuß zu einer Freundin nach Gremsdorf - obwohl die Straße zwischen den beiden Orten überflutet war. Den Warnschildern zum Trotz versuchte sie, das Überschwemmungsgebiet zu durchqueren, und wurde dabei von der Aisch flussabwärts gerissen.


Hier geht es zu allen aktuellen Polizeimeldungen.


Zu ihrem Lebensretter wurde ein 39-jähriger Polizist, der gemeinsam mit Kollegen nach einem Notruf von Anwohnern herbeieilte. Zu diesem Zeitpunkt war die 18-Jährige bereits 150 Meter weit abgetrieben worden und drohte zu ertrinken. Aufgrund der akuten Lebensgefahr sprang der Polizist - ein ausgebildeter Rettungsschwimmer - in den Fluss. Es gelang ihm die junge Frau mit einem Rettungsseil zu sichern und ans Ufer zu bringen.

Am vergangenen Sonntag kam es nun zum Wiedersehen zwischen dem Flutopfer und ihrem Retter von der Polizeiinspektion Höchstadt. Im Beisein ihrer Eltern bedankte sich die sichtlich gerührte junge Frau bei dem Polizisten. Alleine hätte sie es nicht mehr herausgeschafft, berichtete sie bei dem Treffen. Auch ihre Eltern zeigten sich dankbar für die Rettung der Tochter.

Von der Polizei gab es auch noch eine weitere gute Nachricht: Ein aufmerksamer Landwirt hatte nach dem Ende des Hochwassers einige persönliche Gegenstände der 18-Jährigen am Ufer gefunden und bei der Polizei abgegeben. So erhielt die junge Frau ihr Eigentum zurück.

Keine Kommentare