Neue Perspektiven für das Vereinshaus

9.9.2015, 06:00 Uhr
Das ganze Vereinshaus kann der neue Pächter Stelios Ziogas sicher nicht auf Händen tragen. Bei seinen Gästen allerdings will er sich alle Mühe geben. Foto: André De Geare

Das ganze Vereinshaus kann der neue Pächter Stelios Ziogas sicher nicht auf Händen tragen. Bei seinen Gästen allerdings will er sich alle Mühe geben. Foto: André De Geare

Noch 2013 war der KCH mit seinen Programmen im Vereinshaus beheimatet. Zufrieden war er nicht. Es gab Differenzen mit dem Wirt, sogar ein Schlichtungsgespräch in Beisein des Bürgermeisters German Hacker war nötig. Heute will niemand mehr nachkarteln. Die Sache ist erledigt. Der KCH zog damals die Konsequenz und ging mit den Prunksitzungen wieder in seine Trainingshalle.

Jetzt waren zwar wieder alle zufrieden, doch der Aufwand war enorm, wie der Karnevals-Vorsitzende Gerd Engert erläutert. „Die Ehrenamtlichen sind ohnehin schon stark eingespannt. Jetzt mussten sie zusätzlich Tage vorher die Halle herrichten“. Das Gebäude sei einfach nicht dafür ausgelegt. Bühne, Stuhlreihen, Tische — alles musste herbeigeschafft und arrangiert werden.

Das Catering übernahm Thomas Emilius vom Bayerischen Hof in Herzogenaurach. „Das kam sehr gut an“, berichtet Engert über die erfolgte und erfolgreiche Zusammenarbeit.

Dass nun gerade Thomas Emilius angekündigt hat, den künftigen Vereinshaus-Pächter Stelios Ziogas zu unterstützen, ergänzt sich gut. „Eine Rückkehr ins Vereinshaus ist auf jeden Fall im Gespräch“, sagt Engert. Konkretes aber gebe es noch nicht.

Thomas Emilius möchte den neuen Pächter unterstützen. Foto: Kronau

Thomas Emilius möchte den neuen Pächter unterstützen. Foto: Kronau

Wenn auch das Vereinshaus die richtige Infrastruktur für den Verein bietet — Verbesserungsfähiges gibt es immer. „Die Mikrophone sind für solche Auftritte, wie wir sie auf die Bühne bringen, nicht geeignet“, sagt Engert.

Da müsste man dann wieder auf das eigene Equipment zurückgreifen. „Im Großen und Ganzen passt alles“, sagt der künftige Pächter Stelios Ziogas. „Ein paar Kleinigkeiten gibt es noch, aber da haben wir ja noch drei Monate Zeit das zu beheben.“ Seitens der Stadt heißt es, man wolle, wenn Maßnahmen nötig sind, gleich reagieren und nichts aufstauen lassen.

Und was das Essen betrifft: Ziogas kann auf eine internationale Erfahrung verweisen und bietet nach eigenen Worten das an, was gewünscht wird.

Für den 38-jährigen Griechen ist der 1. Januar kein echter Neustart. Bereits seit fast zwei Jahren nutzt er die Küche im Vereinshaus für seinen Cateringservice „Time Out“. Hier beliefert er Schulen und Kindergärten oder private Feiern — und das soll auch sein Hauptgeschäft bleiben, wieer betont.

Dass nun einige Vereine über eine Rückkehr oder über einen Umzug ins Haus nachdenken, lässt den 38-Jährigen schmunzeln: „So soll es sein“, sagt er, „das Haus ist für Vereine gedacht.“

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