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Oldtimer: Messingklasse gibt sich die Ehre

Höhepunkt eines großen Oldtimer-Treffens sind Paraden am kommenden Samstag in Herzogenaurach und Höchstadt - 02.08.2016 19:13 Uhr

Rund 100 Jahre alt sind die Autos, die ab morgen durch den Aischgrund touren. Am Samstag ist dann die Oldtimerparade in Herzogenaurach und Höchstadt, bei der Fahrer und Begleiter in historischen Kostümen vorfahren.

02.08.2016 © Gäbelein


Einige Fahrzeuge der Oldtimerparade, die Wolfgang Kinder von der Fotogruppe und Reinhard Grasse von der Theatergruppe des Heimatvereins nach Höchstadt holen konnten, haben schon um die 100 Jahre auf dem Buckel – weit mehr als ihre Besitzer und Fahrer. Mit Buick, Ford, Cadillac, Renault, Delage, Clement Bayard, Panhard Levassor, Oakland und Adler sind Automarken vertreten, die man nicht mehr alle Tage zu sehen bekommt.

Drei Tage lang sind die Oldtimer zu Ausflügen im Karpfenland unterwegs. Herzogenaurach, Bad Windsheim und die Wasserräder von Möhrendorf sind ebenso Ziele wie die Weiherlandschaften, Schloss Atzelsberg und der Höchstadter Kellerberg. Die Firma Omnibus Vogel stellt für drei Tage und Nächte ihre Fahrzeughallen zur sicheren Unterbringung der wertvollen Gefährte zur Verfügung. Höhepunkt der Veranstaltungen sind die beiden Oldtimerparaden am Samstag, 6. August: Gegen 10 Uhr werden die Fahrzeuge in Herzogenaurach am Kirchenplatz zu bewundern sein. Für die Fahrer und den gesamten Tross folgt ein Empfang bei Bürgermeister Hacker.

Nach Stadtführung und Mittagspause geht es zurück nach Mühlhausen und zum Kellerberg in Höchstadt. Dort reihen sich die Oldtimer ab 16 Uhr auf dem Parkplatz vor der Aischtalhalle auf. Vom Blumenhaus Kaiser in Mühlhausen kommend — hier will man sich mit Kaffee und Kuchen für die Parade stärken — werden die rund 20 Autos, besetzt mit ihren Fahrern und Begleitpersonen in historischen Kostümen auf dem Kellerberg vorfahren und mit ihren technischen Daten vorgestellt.

Und welche Fahrzeuge sind zu bewundern? Da sind einige Fahrzeuge aus der legendären amerikanischen Serie des Ford T zu sehen, alle Baujahr 1909 bis 1913. Es war der meistproduzierte Wagen der Welt noch lange vor dem legendären deutschen Käfer der Nachkriegsjahre.

15 Millionen Fahrzeuge der schier unverwüstlichen Serie liefen zwischen 1908 und 1927 in den USA vom Band. Gerade einmal 20 PS hatte der Wagen bei einem Hubraum von rund 2900 ccm.

Des Weiteren sind Modelle der Produzenten Buick, Cadillac, Renault und Peugeot zu bestaunen. Die geringste Motorenstärke liegt bei 8 PS, der stärkste Wagen besitzt immerhin 40 Pferdestärken und 4700 ccm Hubraum. Aus der Schweiz, Österreich und dem gesamten Bundesgebiet kommen die Besitzer, die ihre Benzinkutschen ständig hegen und pflegen.

Und weil man vor Jahren auf Einladung von Wolfgang Kinder die Karpfenlandschaft als besonders malerisch für Ausfahrten entdeckt hat, trifft man sich nun bereits zum dritten Mal zur „Karpfenrallye“, diesmal von Höchstadt in die Sportschuhstadt Herzogenaurach.

gä/nn

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