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Orientierungshilfe zur Berufswahl

Eine Woche lang stellen sich Ausbildungsbetriebe in Liebfrauenhaus-Schule vor - 17.02.2016 19:22 Uhr

Einer der Workshops zur Berufsorientierung an der Liebfrauenhaus-Mittelschule befasste sich mit dem Maler-Handwerk. © Foto: Stark


Die Schüler haben diese Woche die Möglichkeit, die unterschiedlichen Facetten des Berufslebens kennenzulernen. Dazu hat das Organisationsteam um Lehrerin Julia Wittl Experten aus Industrie, Handel, Handwerk, Dienstleistung, sowie von Innungen und Gewerkschaften eingeladen, die den Schülern Einblicke in die verschiedenen Berufsfelder anbieten. Außerdem gibt es auch die Option, Vorstellungsgespräche und Einstellungstests zu trainieren.

Die Schülersprecher Samuel und Jana, beide aus der 8. Jahrgangsstufe, berichten von den Workshops: Zuerst werden Kurse angeboten, bei denen die Schüler in die verschiedenen Berufe „schnuppern“ können. So lernen sie auch Berufe kennen, die sie im Praktikum nicht besuchen würden. Die Schüler sind mit dem Angebot sehr zufrieden und den Lehrern sehr dankbar, dass sie ihnen solch eine Woche ermöglichen.

Julia Wittl betont die langfristigen Planungen, die bereits seit Oktober liefen und mit viel Aufwand verbunden seien.Die Berufsorientierungswoche läuft mittlerweile seit acht Jahren. Von Beginn an nehmen viele ansässige Betriebe teil und bieten Workshops an. Seitdem entwickelt sich das Programm immer weiter und verbessert sich. Das liegt unter anderem daran, dass die Betriebe mehr Auszubildende benötigen.

Bürgermeister German Hacker lobt, dass die Schule sich nach außen hin öffne und dass die Schüler selbst Verantwortung übernähmen. Dies zeige sich beispielsweise beim Catering und beim Service. Diesen organisieren die 9. Klassen quasi eigenständig und führen ihn auch durch.

Der Schulleiter, Michael Reiter, erläutert, dass „der Mehrwert für alle Beteiligten höher ist, wenn die Berufsorientierung in einer Woche gebündelt wird, auch wenn dadurch der Unterricht ausfällt“. Dennoch steht diese Woche auch in einem größeren Rahmen. Das ganze Jahr über wird auf die Berufsorientierung in Praktika, in Betriebsführungen, und im Unterricht eingegangen. Auch eine Berufsmesse für die siebten Klassen wird in diesem Jahr noch stattfinden, selbstständig organisiert von den achten Klassen.

Die Vertreter des Berufsfortbildungszentrums Erlangen erklären, dass die Berufswünsche in den letzten Jahren konstant geblieben sind. Zu den üblichen Favoriten wie Metall- und Holzberufe kam lediglich die Raumausstattung hinzu, wohl aufgrund der zahlreichen Doku-Soaps über dieses Thema.

Der Präsident des Rotary Clubs, Gerald Fink, bedankt sich bei der Schule, da dieses Angebot auch für viele Mitglieder des Rotary Clubs wertvoll sei, die ebenfalls noch freie Stellen für Auszubildende anzubieten hätten. Die Rotarier und der Lions Club unterstützen die Berufsorientierungswoche finanziell.

Alle Beteiligten beurteilen die Durchführung des Projekts positiv. Die Referenten lobten das Interesse und die Höflichkeit der Schüler. Die Schüler hatten Gefallen daran, einmal einen ganz anderen Unterricht zu erleben und wichtige Orientierungshilfe für die Berufswahl zu bekommen.  

PHILIPP STARK

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