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Raststätten-Erweiterung an A3: Wachenroth klagt

Vorsorglich stellt sich die Gemeinde gegen Planfeststellungsverfahren - 16.12.2018 07:01 Uhr

Die Erweiterung der Raststätte „Steigerwald Nord“ stößt auf Widerstand. © Foto: Kai Barnickel


Die Erschließung durch Ver- und Entsorgungsleitungen soll nun anders wie ursprünglich geplant erfolgen – könnten damit Kosten auf die Gemeinde zukommen? Der Gemeinderat diskutierte in seiner Sitzung am Donnerstag und beschloss, gegen die Planung vorzugehen.

Laut einem Schreiben der Regierung von Mittelfranken hat die Verlegung keinerlei Auswirkungen, "die über das bisher auch planfestgestellte Maß hinausgehen", wurde in der Sitzung zitiert. Doch da der Anschluss nun nicht über einen bereits vorhandenen Schacht der Raststätte laufen soll, sondern über den öffentlichen Kanal, ist die Gemeinde skeptisch, ob sie nicht einen neuen Hausanschluss auf ihre Kosten verlegen müsse. Die Gemeinderäte beschlossen, dies erst prüfen zu lassen und deswegen noch innerhalb der Frist Klage gegen das Planfeststellungsverfahren zu erheben.

Gebühren für Niederschlagswasser?

Ein weiterer Tagesordnungspunkt betraf das Thema Abwasser: Künftig müssen aufgrund eines Beschlusses des Bayerischen Verwaltungsgerichtshofes Gebühren für Niederschlagswasser erhoben werden – das heißt, ein Teil der Abwassergebühr orientiert sich wie bisher am Frischwasserverbrauch, ein Teil dann auch am Umfang der versiegelten Flächen eines Grundstücks. Bis diese Flächen komplett festgelegt sind, gilt eine Übergangsregelung, somit ändert sich durch die neue Satzung für den Bürger zunächst nichts.

Zur Sprache kamen in der Sitzung zwei Anfragen zur Tourismusförderung: Der Gemeinderat stimmte zu, sich an einem landkreisübergreifenden Radwegenetz zu beteiligen. Die Kosten für diese LEADER-Maßnahme betragen für Wachenroth rund 3500 Euro; zudem hat die Gemeinde für den Unterhalt der Schilder zu sorgen. Nicht mitmachen will man dagegen beim Projekt "TeichKulturPark", da man auch kein Mitglied beim Verein Karpfenland Aischgrund ist.

Infos über Spenden

Informiert wurde in der Sitzung zum Thema Annahme von Spenden: Gemäß Gemeinderatsbeschluss von Februar 2016 können Spenden bis zu 1000 Euro angenommen werden – nachträgliche Zustimmung durch den Gemeinderat vorausgesetzt. Dementsprechend wurde die aktuelle Spende der Raiffeisenbank Ebrachgrund begrüßt: Sie gab für das jährliche Christbaumschmücken in den Kindereinrichtungen jeweils 250 Euro.

Schließlich stand noch das Thema Baumfällungen auf der Agenda, das bereits in der November-Sitzung diskutiert worden war: Der Gemeinderat beschloss nun, den zur Sprache gebrachten Baum in Unteralbach nicht fällen zu lassen, da kein sachlicher Grund vorliege. Gerodet werden soll aber ein gemeindliches Waldstück zwischen Wachenroth und Albach, um bessere Sicht zu schaffen. 

anu

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