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Realschüler in Herzogenaurach und Höchstadt im Finale

Die Abschlussprüfungen haben begonnen und Corona macht die Tests der Hauptfächer zu einer logistischen Herausforderung. - 01.07.2020 14:47 Uhr

Süßigkeiten als Nervennahrung hat der Elternbeirat den Herzogenauracher Prüflingen auf die Schreibtische gelegt.


Deutsch war das Prüfungsfach am Mittwoch, Pflicht für alle und logistisch in Corona-Zeiten auch eine Herausforderung. Erstmals hat man die Prüflinge in Kleingruppen aufgeteilt. Nicht weniger als elf Klassenzimmer wurden zu Prüfungsorten. Und weil pro Raum zwei Lehrkräfte Aufsicht führen müssen, ging der erste Hauptfach-Prüfungstag auch personell in die Vollen.

Ulrich Langer, Leiter der Herzogenauracher Realschule, äußerte sich in dieser Hinsicht sogar froh über den coronabedingten versetzten Präsenzunterricht mit nur drei "echten" Schul-Tagen. So habe man es personell hinbekommen, die Herzogenauracher Schule hat immerhin 34 Klassen.

Ähnlich auch Langers Höchstadter Kollegin Jutta Romeis. Auch die Höchstadter Realschule hatte elf Klassenräume für die Deutschprüfung belegt. 146 junge Leute machen dort derzeit ihren Abschluss, 42 Jungen und 78 Mädchen. Gut, meinte die Schulleiterin, dass am Mittwochmorgen nicht eine solche Hitze herrschte, wie man sie befürchtet hatte: Die Prüf-Zimmer liegen im Obergeschoss des Haupttrakts: "Das ist es warm."

Die Tests in den Pflichtfächern – am Freitag ist zum Beispiel Englisch an der Reihe, am Montag Mathematik, werden durch Corona auch für die Höchstadter Schule zum "Kraftakt", wie Jutta Romeis sagt.

Weniger Logistik-Aufwand wird man für die Prüfungen in den Wahlfächern brauchen. Am  Donnerstag wird Französisch geprüft, am Dienstag nächster Woche Betriebswirtschaftsrechnen, am Mittwoch Physik und am Freitag Werken. Wegen der Pandemie sind die Abschlüsse vom Kultusministerium um 14 Tage verschoben worden. Bei den Themen der Deutschprüfung waren die Ministerialbeamten freilich weniger aktuell. So waren Städte-Bewerbungen um Olympische Spiele eins der Wahlthemen für eine Erörterung, obwohl schon im März die Spiele in Tokio abgesagt wurden. Ein bisschen schade findet so Deutschlehrer Markus Bedruna, dass aktuelle Bewegungen, wie "Fridays for Future" nicht thematisiert worden sind.

rg

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