Schlüsselfeld: Impfstraßen mit Murk-Stellwänden

13.3.2021, 11:56 Uhr
Die dezentrale Impfstation der Schlüsselfelder Stadthalle. Die ersten Impfungen sind bereits durchgeführt worden.

Die dezentrale Impfstation der Schlüsselfelder Stadthalle. Die ersten Impfungen sind bereits durchgeführt worden. © Nikolaus Spörlein

Im Nachbarlandkreis Bamberg fiel der Startschuss für die erste dezentrale Impfstation bereits am Donnerstag: Schlüsselfeld lag laut Bürgermeister Johannes Krapp, der in enger Verbindung mit Landrat Johann Kalb steht, als Standort nahe.

Voraussetzungen passten

Zumal die personellen und räumlichen Voraussetzungen für den Impfort passten. Die Steigerwaldstadt stellte kostenlos die Stadthalle zur Verfügung, so Krapp, in der Mitarbeiter der Stadt in den vergangenen Tagen drei Impfstraßen einrichteten. Getrennt werden diese Impfstraßen jeweils durch Stellwände, die Schlüsselfeld vom Wachenrother Bekleidungshaus Murk leihweise bekamen.

Fünf weitere Stationen geplant

"Es sind noch fünf weitere dezentrale Impfstationen im Landkreis Bamberg geplant, Schlüsselfeld ist allerdings die erste dieser Art", meinte der Bürgermeister. Mit der Impfmöglichkeit quasi vor Ort will der Landkreis die zeitliche Lücke schließen, bis flächendeckend bei den Hausärzten geimpft werden kann, ließ Landrat Kalb wissen.

Die Logistik sei nicht ganz einfach gewesen, zumal die Stadt Schlüsselfeld sämtliche Anmeldungen für ihre Bürger ab 80 Jahren selbst in die Hand nahm. 171 Personen wurden so am Donnerstag in der Zeit von 10 bis 13 Uhr in den drei Impfstraßen geimpft; zunächst mussten die Personen registriert werden, danach folgte, wieder von einer Trennwand abgeschirmt, die ärztliche Aufklärung, dann die eigentliche Impfung.

"Wie ein Bienenstich"

"Das war wie ein Bienenstich, nix Besonderes, wir sind schließlich froh, dass man sich im Ort impfen lassen kann", meinte die 84-jährige Bianca Nagel, die sich durch Dr. Jürgen Hendricks impfen ließ. Den Geimpften wurde hernach geraten, sich etwa 15 Minuten im eingerichteten Wartebereich auszuruhen.

Eingang und Ausgang in die Halle waren strikt getrennt; um lange Warteschlangen zu vermeiden, trennten die städtischen Mitarbeiter die Impfwilligen vor den Impfstraßen. "Das war’s schon", meinte Bianca Nagel, die in drei Wochen an gleicher Stelle wieder zur Auffrischung erscheinen muss.

Impfzentrum in der "Brose-Arena"

Das gemeinsame Impfzentrum für Stadt und Landkreis Bamberg ist übrigens in der Bamberger "Brose-Arena". Federführend verantwortlich für die Organisation in Zusammenarbeit mit dem Medizinischen Versorgungszentrum (MVZ) Bamberg ist die Sozialstiftung Bamberg.

 

Keine Kommentare