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Sonntag, 25.08.2019

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Schülertriathlon 2019: Dabei sein ist alles

Am Kieferndorfer Weg ging am Dienstag der 20. Höchstadter Wettkampf über die Bühne. - 17.07.2019 17:00 Uhr

Kurz nach dem Wechsel: Die Schwimmkollegen sind schon aus dem Wasser, jetzt müssen die Läufer zeigen, was sie draufhaben. © Foto: Anja Hinterberger


Doch egal, ob Gewinner oder Verlierer – darum geht es beim Schüler-Triathlon, der von vielen Sponsoren unterstützt wird, eigentlich gar nicht so sehr. Auch wenn im Eisstadion an diesem Vormittag eine Siegerehrung die nächste jagt. Es geht vielmehr ums dabei sein, ums Mitfiebern, das vorherige Trainieren.

Und manchmal auch um Durchhaltevermögen: Bürgermeister Gerald Brehm etwa, der mit Michael Ulbrich, dem Rektor der Ritter-von-Spix-Schule, und Bernd Lohneiß, dem pensionierten Leiter des Gymnasiums, eine Mannschaft bildete, stieg abgekämpft als Letzter nach 100 Metern aus dem Schwimmerbecken. Team Freibad, die Polizei, die Paracelsus-Pillendreher oder auch die Firmenmannschaften von Murk und Schaeffler waren da schon weg.

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Auf die Plätze, fertig, los: So war der Schülertriathlon in Höchstadt!

Ob auf dem Rad, zu Wasser oder über die Wiese gleitend: Am Kieferndorfer Weg ging am Dienstag der 20. Höchstadter Schülertriathlon über die Bühne. 874 Teilnehmer waren diesmal im und um das Freibadgelände am Start, die Höchstadter Veranstaltung ist damit einer der größten Schülertriathlons Deutschlands.


Das Promi-Kräftemessen war in diesem Jahr wieder im Programm, weil Jubiläum gefeiert wurde: Seit 20 Jahren gibt es den Höchstadter Schüler-Triathlon. "Jetzt haben die Sponsoren auch mal am eigenen Leib erfahren, was ihr immer leistet", wie Cheforganisator Günther Dresel zu den Schülern sagte.

Mutig durchs Becken: Gerald Brehm demonstriert Triathlon-Qualität. © Foto: Anja Hinterberger


874 Teilnehmer waren diesmal im und um das Freibadgelände am Start, die Höchstadter Veranstaltung ist damit einer der größten Schüler-Triathlons Deutschlands. Einer, der einen hohen Organisationsaufwand mit sich bringt – gleich nach dem Schüler-Triathlon beginnen, wie Chefplaner Günther Dresel stets betont, die Vorbereitungen für das nächste Jahr.

Viele Schulen dabei

Mit dabei waren am Dienstag das Gymnasium, die Realschule, die Ritter-von-Spix-Schule, die Don-Bosco-Schule, die Anton-Wölker-Schule und die Grundschule Süd, darüber hinaus Abordnungen der Schulen in Adelsdorf, Hemhofen und Hallerndorf. Die Jüngsten, also die Zweit- und Drittklässler, starteten in einem Staffel-Rennen, die Älteren absolvierten entweder als Einzelstarter alle drei Disziplinen oder bildeten für Schwimmen, Radfahren und Laufen eine Staffel. Die Strecken variierten je nach Altersgruppe, beim Laufen zum Beispiel zwischen 350 und 800 Metern.

Noch gleichauf, aber gleich zieht sich das Schwimmerfeld auseinander: 100 Meter reichen manchem, um sich einen deutlichen Vorsprung herauszuschwimmen. © Foto: Anja Hinterberger


"Super Noah und jetzt raus aus dem Becken", "Dani, du machst das super" – den ganzen Vormittag über schwirrten Anfeuerungen über das Gelände, auch viele Eltern hatten sich freigenommen, um ihre Sprösslinge zu unterstützen.

Viele der Schüler, die am Dienstag starteten, waren "Wiederholungstäter". Sieben, acht oder auch neun Mal waren sie schon dabei. Und das gilt ebenso für viele Helfer, die sich Jahr für Jahr bereiterklären und teilweise dann am selben Platz wie im Vorjahr darauf achten, dass alles seinen geregelten Gang geht. "100 bis 120 Schüler haben wir als Helfer", so Dresel. Dazu kommen rund 50 Lehrer und weitere erwachsene Helfer.

Die Augen klar aufs Ziel gerichtet: Wird es für einen der vorderen Plätze reichen? Alle Schüler legen sich mächtig ins Zeug. © Foto: Anja Hinterberger


Viele von ihnen werden im Juli 2021 beim 21. Höchstadter Schüler-Triathlon wieder mit dabei sein – Günther Dresel jedoch nicht mehr als Cheforganisator. Er übergibt den Staffelstab an Lucia Rippel, eine junge Lehrerin der Ritter-von-Spix-Schule. "Ich habe hier selbst sechs Mal teilgenommen", sagt die Höchstadterin. Sie und ihre Familie helfen jedes Mal mit, "da steckt viel Herzblut für mich drin", so Rippel.

Dienstagmittag gehörte die Bühne aber noch einmal Dresel: Der Sportlehrer wurde gebührend verabschiedet und seine Leistung, den Triathlon in Höchstadt so bekannt gemacht zu haben, mit stehenden Ovationen bedacht.

Eine Bildergalerie gibt es auf www.nordbayern.de/hoechstadt 

KATRIN BAYER

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