SPD Adelsdorf: Selbstbewusstsein und ein bisschen Wehmut

16.12.2016, 17:53 Uhr
SPD-Ortsvereinsvorsitzender Johannes Kässer (2. von links) ehrte Helmut Zapf (links), Irene Sänger und Hans Zöbelein.

SPD-Ortsvereinsvorsitzender Johannes Kässer (2. von links) ehrte Helmut Zapf (links), Irene Sänger und Hans Zöbelein. © Foto: Spörlein

Im NN-Gespräch erzählten sie von Zeiten, als die Sozialdemokraten in der Großgemeinde noch im Höhenflug waren. Johannes Kässer, der Vorsitzende des Ortsvereines mit derzeit rund 60 Mitgliedern, beschwörte eingangs den Zusammenhalt und die Gemeinschaft in relativ turbulenten Zeiten für die SPD.

Bekanntlich waren die Sozialdemokraten vor nicht allzu langer Zeit mit sechs Mandatsträgern im Gemeinderat stark vertreten. Nach der letzten Kommunalwahl waren es dann noch drei Gemeinderäte.

Nach unüberbrückbaren Meinungsverschiedenheiten waren die Vizebürgermeisterin und frühere SPD-Ortsvorsitzende Jutta Köhler und der Neuhauser Gemeinderat Johannes Funke aus der SPD ausgetreten. Nun hält lediglich „Altsozi“ Jörg Bubel die Fahne der Sozialdemokratie im Gemeinderat hoch, allerdings sehr tapfer.

Hans Zöbelein, der für 50-jährige Mitgliedschaft geehrt wurde, konnte da im SC-Sportheim nach seiner Ehrung von ganz anderen Zeiten berichten. Anfang der 1970er Jahre, zu Zeiten von Bürgermeister Alfons Trapp (von 1948 bis 1978), zählten allein die Jusos in Adelsdorf knapp 40 Mitglieder. Bis Ende der 1970er Jahre wuchs der SPD-Nachwuchs dann auf etwa 80 Mitglieder und war die stärkste Juso-Gemeinschaft im Landkreis. Seinerzeit war die SPD im Gemeinderat auch gut vertreten, bis Trapp 1978 das Zepter an Ewald Münch abgeben musste. Seither leitete kein Sozialdemokrat mehr die Geschicke der Gemeinde Adelsdorf. Helmut Zapf wurde für 40 Jahre Mitgliedschaft aufgezeichnet. Die einstige Gemeinderätin Irene Sänger erhielt die Ehrenurkunde für 20 Jahre Treue.

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