12°

Donnerstag, 04.03.2021

|

Starkregen: Damit die Feuerwehr in Adelsdorf durchkommt

Gemeinderat stimmt Ausbau der Starkregen-Warnung zu - 18.02.2021 18:00 Uhr

Bürgermeister Karsten Fischkal markiert mit roter Farbe die kritischen Überflutungspunkte an der Ortsverbindung von Aisch nach Lauf, Höhe Trafohäuschen.

17.02.2021 © Nikolaus Spörlein


Die Gemeinde legt die tiefsten Straßenpunkte fest, vornehmlich zwischen den Ortsteilen Aisch und Lauf und dem Straßenzug entlang des SC-Sportheims Richtung Uttstadt. Damit werden in enger Zusammenarbeit mit dem Herzogenauracher Ingenieurbüro Spekter Überflutungsschwerpunkte fixiert, die beim Durchfahren kritisch für Einsatzfahrzeuge werden können.

Die Drehleiter kommt nicht mehr durch

Ab einer Wasserhöhe von 30 Zentimetern ab Straßenoberkante wird es zum Beispiel für das Drehleiter-Fahrzeug kritisch, so der Adelsdorfer Kommandant Alexander Triebel. Die Einsatzkräfte müssen vorher wissen, ob sie durchkommen, um Verzögerungen zu vermeiden.

Bürgermeister Karsten Fischkal hat mit der Feuerwehr zusammen die tiefsten Punkte in der Nähe des alten Trafohäuschens Hohe Uttstadt gekennzeichnet. Er habe sich abermals mit den Ingenieuren von Spekter kurzgeschlossen. Man werde am Trafohäuschen rote Warnlichter anbringen lassen, die leuchten wenn Gefahr droht. Dieses Signal werde in das Frühwarnsystem eingespeist und an die Feuerwehren weitergeleitet. Weiterhin werde man bei Hochwasser die Straßenzüge sperren, kündigte der Bürgermeister an.

Bilderstrecke zum Thema

Starkregen wütet in Mittelfranken, Oberfranken und der Oberpfalz

Unwetter mit Starkregen haben am Donnerstag einen komplette Landstriche in Mittelfranken unter Wasser gesetzt. In Wilhermsdorf, Dietenhofen und Adelsdorf konnte die Kanalisation die Wassermassen nicht mehr fassen, so dass ganze Straßen überflutet wurden. In Arzberg (Lkr. Wunsiedel) machten Schlammlawinen Straßen unpassierbar. In der Oberpfalz erwischte es erneut Konnersreuth. Erst vor einer Woche schoss dort eine Schlammlawine durch den Ort.


"Das ist in dieser Form einmalig und ist sehr innovativ", attestierte Kommandant Triebel, zumal Fischkal den Auftrag für das Warn- Equipment zeitnah vergeben möchte.

Für die Bürger

Die Pegelmessgeräte, die Steuereinheiten, die Steuerungsbasis und die Warnleuchten werden die Gemeinde 10 400 Euro kosten. Zuschussmöglichkeiten, nach denen sich Sabina König (Grüne) erkundigte, müssten laut Fischkal noch abgeklärt werden. "Unter dem Strich kommt das Ganze den Bürgern zugute", kommentierte Gert Stingl (CSU). Adelsdorf, fuhr er fort, habe ohnehin schon hervorragende Lösungen in Sachen Frühwarnsystem auf die Wege gebracht. "Man darf keine Zeit in Notfall verlieren, das wäre eine Katastrophe", so Stingl.

NIKOLAUS SPÖRLEIN

2

2 Kommentare

Seite drucken

Seite versenden



Um selbst einen Kommentar abgeben oder empfehlen zu können, müssen Sie sich einloggen oder sich zuvor registrieren

Ihr Kommentar

Ihr Kommentar:

Bitte beachten Sie unsere Netiquette.

weitere Meldungen aus: Adelsdorf