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Stichwahl in Herzogenaurach: Entscheidung ist gefallen

Bürgermeisterentscheid: Alle Stimmbezirke sind ausgezählt - 29.03.2020 19:04 Uhr

Stichwahl in Herzogenaurach zwischen German Hacker und Sabine Hanisch. © privat


Herzogenaurach hat einen neuen Bürgermeister - und der ist gleichzeitig der alte. Denn Amtsinhaber German Hacker konnte sich gegen seine Herausforderin Sabine Hanisch durchsetzen:

Kommunalwahl 2020: Stichwahl in Herzogenaurach


Nicht in der Stichwahl: Manfred Welker (FW): 17,10 Prozent; Georgios Halkias (Grüne): 10,3 Prozent; Steffen Moroskow (Die Partei): 3,2 Prozent; Michael Dassler (FDP): 2,36 Prozent.

Die Stadtratswahl 2020

28,14%

26,34%

16,79%

12,27%

6,52%

3,49%

3,28%

3,17%

CSU
SPD
Die Grünen
Freie Wähler
Junge Union
Die Partei
FDP
AfD

6,79%

16,03%

4,97%

5,61%

0,94%

Alle Stimmkreise ausgezählt.

Die CSU-Bewerberin hatte im ersten Wahlgang am 15. März 18,40 Prozent der Stimmen erreicht. 18 131 Bürger waren wahlberechtigt. Mit 61,79  Prozent lag die Wahlbeteiligung unter den Erwartungen.

Auf ein Bewerberfeld von sechs Kandidaten verteilten sich bei der Wahl 2020 die Stimmen. An dritter Stelle der Wählergunst lag Manfred Welker (Freie Wähler) mit 17,10 Prozent der Stimmen. Rang vier erreichte Georgios Halkias von den Bündnisgrünen (10,13 Prozent). "Die Partei", deren Kandidaten während der Wahlpräsentation im Rathaussaal mit Bierkasten und Getränken einzogen, erzielte mit ihrem Protagonisten Steffen Moroskow 3,20 Prozent und lag damit vor Michael Dassler (FDP), der mit 2,36 Prozent der Wählerstimmen das Schlusslicht bildete.

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German Hacker muss in die Stichwahl mit Sabine Hanisch

Amtsinhaber verfehlte knapp die 50 Prozent


Sabine Hanisch, geherzt von Anhängern und Parteikollegen, kommentierte: "Das war unser Ziel. German Hacker hat reichlich Verluste erlitten. Von seiner einstigen Zwei-Drittel-Merhheit ist nicht mehr viel übrig."

German Hacker räumte ein: "Das hat sich abgezeichnet. Sechs Kandidaten sind zuviel, um sofort die absolute Mehrheit zu erreichen. Aber ich bin optimistisch. Wir werden versuchen in zwei Wochen zu gewinnen."

"Trotzdem ein tolles Ergebnis", bestärkte ihn SPD-Stadträtin Sandra Wüstner", die einen Blumenstrauß überreichte, den German Hacker an seine Frau Uta weiterreichte, die ebenso wie die Söhne Kilian und Matthias den leicht auf- und absteigenden roten Balken des Wahlergebnisses aufmerksam verfolgten.

"Einverstanden" mit seinem Wahlergebnis äußerte sich Georgios Halkias von den Bündnisgrünen. Nachdem deutlich wurde, er selbst werde nicht in die Stichwahl gelangen, stellte er in Aussicht, für German Hacker eine Wahlempfehlung auszusprechen. Als Triumph sah es Steffen Moroskow ("Die Partei") an, vor der FDP gelandet zu sein.

CSU-Stadtrat Bernhard Schwab, der "eigentlich mit der absoluten Mehrheit für Hacker gerechnet" hatte, kündigte an, "alle Kräfte zu bündeln." Wegen der Einschränkungen aufgrund der Corona-Epidemie könne der Wahlkampf schwierig werden. Mit den anderen Parteien werde wegen einer Wahlempfehlung verhandelt werden. Doch mitentscheidend sei, wie sich der 30-köpfige Stadtrat zusammensetzen wird. In Herzogenaurach sollte er bis Sonntag um Mitternacht fertig ausgezählt sein. Die Auszählung der 33 Wahllokale in Herzogenaurach wurde per Projektion im Rathaussaal aktualisiert, stockte allerdings mehrmals wegen EDV-Problemem mit der AKDB (Anstalt für kommunale Datenverarbeitung in Bayern). Wahlleiter Gerd Lorenz verkündete das Endergebnis, indem er es vorlas.

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