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StUB-Forum startet in Herzogenaurach

Im Dezember beginnt eine ganz spezielle Form der Bürgerbeteiligung - 18.10.2017 15:41 Uhr

Kassel hat sie bereits: eine Stadt-Umlandbahn. © Peter Millian


Über dieses Forum sollen während der gesamten Planungs- und Bauzeit die Bürgerinnen und Bürger der drei beteiligten Städte Nürnberg, Erlangen und Herzogenaurach in das Großprojekt eingebunden werden. Sie sollen ihre Meinungen und Ideen rund um die StUB in das Forum einbringen. Ziel ist es, die von den Planern erarbeiteten Entwürfe weiter zu optimieren und eine möglichst hohe Akzeptanz für die StUB zu schaffen.

Den Auftakt bildet Mitte Dezember das Dialog-Forum in Herzogenaurach. Dabei werden themen- und ortsübergreifende Fragestellungen besprochen. "Wir wollen einen offenen und ehrlichen Austausch", so der Verbandsvorsitzende und Erlanger Oberbürgermeister Dr. Florian Janik. "Jede Frage kann gestellt und jeder Hinweis gegeben werden. Wir werden uns damit auseinandersetzen und den Input aus dem Forum, soweit möglich, bei den Planungen berücksichtigen."

Für eine möglichst konstruktive Arbeitsatmosphäre ist das Plenum in einen inneren und einen äußeren Kreis aufgeteilt. Zum inneren Kreis gehören 33 Personen, die sich aus 14 zufällig ausgewählten Bürgern sowie Vertretern von Kammern und Verbänden, den Bürgermeistern der drei Städte sowie den Vertretern des Zweckverbandes zusammensetzen. Auch Befürworter und Kritiker der StUB sind darunter. "Die Bereitschaft, an dem Thema mitzuarbeiten, ist sehr groß", bestätigt Janik. Das zeige sich auch daran, dass von den angeschriebenen Bürgerinnen und Bürgern deutlich mehr Rückmeldungen kamen, als Plätze vorgesehen sind.

Die Auswahl dieser Bürger erfolgte deshalb in der anschließenden Verbandsversammlung per Losverfahren. Acht Erlanger, drei Nürnberger und drei Herzogenauracher Bürger wurden von den Verbandsräten aus den Lostöpfen gezogen, um im inneren Kreis des Forums die Bürgerschaft ihrer jeweiligen Stadt zu vertreten.

Der äußere Kreis besteht aus weiteren 47 Personen. Dazu gehören Vertreter der Stadtratsfraktionen aus allen drei Städten sowie von Bürgervereinen und Stadtteilbeiräten. Ihre Aufgabe wird es sein, die Transparenz der Plenumsarbeit zu erhöhen sowie fachlichen Input zu liefern. Interessierte Bürger können sich vor Ort als Gäste über das Forum informieren.

Neben dem halbjährlich stattfindenden Dialog-Forum sind öffentliche Ortsbegehungen sowie Werkstätten geplant, die den Fokus auf spezielle räumliche oder thematische Aspekte legen. Im Vorfeld des Raumordnungs- und des Planfeststellungsverfahrens soll es zudem öffentliche Veranstaltungen zur Bürgerinformation geben. "Je nach Verlauf der Debatte werden wir darüber hinaus Arbeitsgruppen einrichten, in denen es um spezielle Fragen geht", erklärt der StUB-Geschäftsleiter Daniel Große-Verspohl. Auch sei man bereits dabei, Möglichkeiten zur E-Partizipation auf der Homepage zu schaffen, die nach und nach mit Fakten und weiterführenden Informationen zur StUB angereichert wird. Florian Janik unterstreicht: "Um dieses Großprojekt erfolgreich umzusetzen, müssen wir die Öffentlichkeit auf unserem Weg mitnehmen und Möglichkeiten zu einer echten Beteiligung bieten. Mit dem Forums-Konzept verfügen wir über ein wichtiges Instrument, damit dies gelingt."

Weitere Tagesordnungspunkte der Verbandsversammlung waren die Feststellung des Jahresabschlusses sowie die Entlastung des Verbandsvorsitzenden für 2016. Außerdem wurden die Haushaltssatzung und der Wirtschaftsplan für 2018 beschlossen.

Der Zweckverband Stadt-Umland-Bahn mit einer Geschäftsstelle in Erlangen ist zuständig für die Planung der StUB und später auch für den Bau und Betrieb der neuen Straßenbahn-Linie von Nürnberg–Am Wegfeld über Erlangen nach Herzogenaurach. nn

www.stadtumlandbahn.de  

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