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Tennisclub-Mitglieder befürworten Bau der Tennisanlage

TC 66 Herzogenaurach ist einen Schritt weiter bei Vorhaben für ein Sportzentrum - 17.12.2014 21:39 Uhr

So soll die Tennisanlage einmal aussehen: Hinten die Halle mit vier Plätzen, davor acht Außenplätze sowie zwei so genannte Dreiviertel-Plätze für die Kinder. 50 Stellplätze für Pkw sind vorgesehen. Links vom Weg (nicht zu sehen): die Mülldeponie.. © Graphik: Büro Rattmann


Rund drei Millionen Euro soll laut TC-Vorsitzendem Thomas John die Anlage kosten, eine immense Summe für einen Verein. Doch wird das finanzielle Risiko in engen Grenzen gehalten. „Wir haben einen 45 Seiten starken Businessplan erstellt und kalkulieren konservativ.“

Das hat die 49 Mitglieder bei der Versammlung (280 Mitglieder hat der Verein insgesamt, davon sind 153 stimmberechtigt) offenbar überzeugt. Zwar ist eine neue Gebührenstruktur nötig, was auch bedeutet, dass die Beiträge steigen werden. Doch die Mitglieder bekommen dann auch wesentlich mehr geboten. Wichtig auch für die Mitglieder: Sie werden nicht über die Beiträge hinaus — etwa über eine Umlage — belastet.

Die Anlage soll, wie bereits berichtet, auf einem rund 15 000 Quadratmeter großen Areal hinter der Mülldeponie entstehen. Die Zufahrt wird über die Straße erfolgen, zu der man auch zur Soli, zur MiH und zur KCH-Halle gelangt. Entstehen soll eine Halle mit vier Plätzen und integriertem Clubhaus, sowie acht Außenplätze und zwei Dreiviertelplätze für die Kinder.

Nach dem positiven Beschluss der Mitgliederversammlung steht dem Vorstandsteam um Thomas John noch eine Menge Feinarbeit bevor. Die Weichen sind gestellt, doch es muss noch in trockene Tücher gebracht werden: Kreditaufnahme, BLSV-Zuschüsse, Bürgschaften, Erbpachtvertrag mit der katholischen Kirche (der die Fläche gehört) sowie die weitere Konkretisierung der Planung durch das Büro Rattmann, Herzogenaurach.

„Da ist noch viel zu tun“, weiß John. Der ambitionierte Zeitplan heißt aber: spätestens Baubeginn im April/Mai und Eröffnung des Hallenbetriebs am 1. Oktober. Die Außenplätze dürften 2016 bespielbar sein.

Das Projekt ist für den TC66 ein weiterer Schritt, das vorhandene Potenzial im regionalen Tennissport auszuschöpfen. Der Verein will Wettkampfsport bieten und ausbauen, aber gleichzeitig auch den Breitensport fördern. „Leistungssport bringt Breitensport“, betont John. 23 Teams sind derzeit in den verschiedenen Jahrgängen am Start, es sollen bis 2020 einmal 34 werden. Außerdem denkt John über die Etablierung von Breitensportteams auch für Kinder und Jugendliche nach. Das wäre für jene ideal, die zwar mit einem Trainer üben wollen, aber (zunächst) kein Interesse an Wettkampfrunden haben.

Der Beschluss der Mitgliederversammlung stützt nun Thomas John und sein Vorstandsteam in ihrem Plan, die Stellung des Tennisclubs 1966 Herzogenaurach im mittelfränkischen Tennissport weiter auszubauen. Derzeit hat der Verein sein Zuhause in der alten Anlage in Hauptendorf. 

MATTHIAS KRONAU

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