Donnerstag, 09.04.2020

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Triumphales Wochenende für die Herzogenaurach Shorthorns

Basketballerinnen lösen in der Bayernliga den Spitzenreiter Regensburg ab - 13.01.2020 10:40 Uhr

Zu einfach machten es die Bambergerinnen den Shorthorns (in weiß) nicht.


Zwei Spiele in nur zwei Tagen, darunter eine der wichtigsten Partien der Saison: Es hätte ein anstrengendes Wochenende für die Bayernliga-Basketballerinnen der TS Herzogenaurach werden können. Es wurde aber vor allem: ein triumphales.

Das liegt nicht so sehr am deutlichen Sieg über den Tabellenletzten Don Bosco Bamberg, den die Shorthorns bereits am Freitag mit 84:41 aus der Halle schossen. Sondern vor allem am Ergebnis im Spitzenspiel am Samstag gegen den bis dato Spitzenreiter Regensburg Baskets. Denn die Shorthorns gewannen deutlich mit 89:60 und sind nun selbst die Tabellenführerinnen der Bayernliga Nord. Und Topfavoritinnen auf den Aufstieg.

"Extrem froh und glücklich"

"Wir sind extrem froh und glücklich, diese beiden Spiele gewonnen zu haben", sagte Shorthorns-Trainer Martin Welke. "Vor der Saison dachten wir, dass ein Mittelfeldplatz durchaus ein realistisches Ziel ist, umso erfreuter sind wir, dass wir jetzt da stehen, wo wir sind."

Der Erfolg der Shorthorns gegen Don Bosco Bamberg fiel dabei noch unter die Kategorie Pflichtsieg. Von Beginn an kontrollierten die Herzogenauracherinnen das Spiel. Vor allem Jana Ulbig wusste dabei mit Athletik und Spielwitz zu überzeugen – sie war mit 25 Punkten die Topscorerin der Partie.

Die Ausgangslage am Folgetag war eine ganz andere: Als Favoritinnen galten die Gastgeberinnen aus Regensburg, die bis dato eine dominante Saison hingelegt hatten. Vor allem die Offensive stellt in der Bayernliga eine Klasse für sich dar. Doch die Shorthorns konnten sich erneut auf ihre Defensive verlassen. Denn obwohl die Herzogenauracherinnen offensiv nicht den besten Start in Sachen Scoring hingelegten, konnten sie durch ihre starke Verteidigung die Angriffe der Regensburgerinnen immer wieder unterbinden. So blieb die Partie lange ausgeglichen – bis erneut Jana Ulbig groß aufspielte und ihr Team zur ersten Viertelpause mit 22:14 in Führung brachte.

Brox und Schilling dominieren

Im zweiten Durchgang drehten die Shorthorns richtig auf. Regine Brox und Ricarda Schilling dominierten unter dem Korb und generierten Punkt für Punkt. In der Defensive zeichneten Annika Babler und Jana Sophie Distler für etliche Ballgewinne verantwortlich. So bauten die Herzogenauracherinnen ihren Vorsprung Minute für Minute aus und führten zur Halbzeitpause klar mit 47:29. Die Regensburgerinnen, die bis dahin noch kein Spiel verloren hatten, fanden kein Mittel gegen die druckvolle Defensive der TSH.

Auch nach der Pause hatten sie keinen Erfolg dabei, Lösungen gegen die aggressive Ganzfeldverteidigung der TSH zu generieren. Die Herzogenauracherinnen spielten die Partie im Stile eines Spitzenteams souverän herunter. Zwar versuchten die Oberpfälzerinnen im letzten Viertel noch einmal, sich aufzubäumen und stellten auf eine Zonenverteidigung um.

Doch die TSH ließ sich nicht beeindrucken und gewann verdient mit 89:60. Die Shorthorns sind damit die großen Aufstiegsfavoritinnen der Bayernliga Nord – auch wenn selbiger in der Vergangenheit vom Verein nicht wahrgenommen wurde.

Die Regionalliga ist das Ziel

Doch womöglich wird sich das ändern. "Natürlich wollen wir wenn möglich, den Aufstieg in die Regionalliga realisieren. Aber sollten wir diese Saison am Aufstieg scheitern, haben wir eben noch eine Saison mehr, um unsere jungen Spielerinnen zu fördern und auf das Regionalliganiveau, welches auf Dauer das Ziel in Herzogenaurach wieder sein wird, entwickeln zu können", hatte Coach Welke bereits vor den beiden Partien gesagt.

Vorerst stand etwas ganz anderes im Mittelpunkt: "Jetzt wird erstmal gefeiert und der Moment genossen", so der Shorthorns-Trainer.

psi/nn

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