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Mittwoch, 16.10.2019

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TSH-Handballerinnen auf Trainersuche

3. Handball-Bundesliga: Erst tritt René Friedrich ab, dann verliert das Team mit 17:21 - 14.04.2019 21:02 Uhr

Kurzes Gastspiel: Nach nur einer Saison verlässt Trainer René Friedrich die Drittliga-Handballerinnen der TSH schon wieder.


Das letzte Saisonspiel am 5. Mai wird für Friedrich auch das letzte Spiel als Teamchef der Herzogenauracherinnen sein. Aus persönlichen Gründen so sagt er, nimmt er sich eine Auszeit vom Handball. Die in beidseitigem Einvernehmen getroffene Entscheidung bestätigte Handball-Abteilungsleiterin Christine Odemer am Sonntag gegenüber den NN.

Für die Nachfolge würden bereits erste Gespräche geführt. Eine schnellstmögliche Besetzung des freien Traineramts steht für den sportlichen Leiter Udo Hermannstädter an erster Stelle.

Friedrichs Team traf mit der SG TSG/DJK Mainz-Bretzenheim auf einen Gegner, der sehr gut auf die Herzogenauracher Spielweise eingestellt war. Von Beginn an agierte die Heimmannschaft in der Defensive zu zaghaft. Die körperlich starken Bretzenheimerinnen kamen zu oft unbehindert zum Wurf und übernahmen schnell die Führung.

Friedrich sah sich nach 15 Minuten gezwungen, eine Auszeit zu nehmen. Hier fand der Coach anscheinend die richtigen Worte und sah im Anschluss eine kleine Aufholjagd seiner Mannschaft. Aus einer nun beweglicheren Abwehr heraus mit einer stark haltenden Juliane Gerling im Tor gelangen der Heimmannschaft mehrere Ballgewinne. Diese setzten sie im schnellen Spiel in Tore um. Kreisläuferin Kristin Lang war es, die nach einer Kreuzbewegung aus dem Rückraum den Treffer zum Unentschieden setzte.

Doch nach dem 6:6-Ausgleich gelang den Herzogenauracherinnen nicht mehr viel. Das Spiel war geprägt von häufigen technischen Fehlern und unvorbereiteten Abschlüssen im Angriff. Die offensive Gästedeckung setzte die Rückraumspielerinnen der TSH extrem unter Druck und ließ Laura Wedrich und Co. nicht zur Entfaltung kommen. Ihrerseits spielten die Bretzenheimerinnen druckvoll und setzen sich bis zur Pause mit 13:7 ab.

In der zweiten Halbzeit liefen die TSH-Frauen zunächst dem Rückstand hinterher. Als die Gäste ihrem aufwendigen Spiel Tribut zollen mussten und einzelne Spielerinnen wechselten, witterte die TSH die Chance, das Spiel zu drehen. 20 Minuten vor Ende bündelte sie alle Kräfte und holte Tor um Tor auf. Sogar in Unterzahl startete man eine Aufholjagd und verkürzte den Abstand mit Treffern von Laura Brockschmidt, Laura Wedrich, Lisa Neumann und Amelie Theobald auf 16:19.

Nun verpasste es die Turnerschaft, in Schlagdistanz zu kommen. Abermals schlichen sich zu viele Fehler in ihr Spiel ein. Die SG verschaffte sich mit zwei Toren über Kreisläuferin Michelle Chwalek Luft.

Nach einer erneuten Auszeit der Herzogenauracher Bank gelang der TSH in den letzten vier Minuten Spielzeit nur noch ein Treffer durch Laura Brockschmidt. Nach einem zerfahrenen Spiel revanchierten sich die Bretzenheimerinnen somit für die Hinspielniederlage.

René Friedrich machte mehrere Gründe für die Niederlage verantwortlich: "Wir haben von Anfang an keinen Zugriff auf den gegnerischen Angriff bekommen und zudem selbst gute Torchancen liegengelassen." Mit der zweiten Halbzeit war er zufrieden, doch die Chancenauswertung war zu schwach, um den Bretzenheimer Sieg noch zu gefährden.

Über Ostern können die Drittligadamen nun kurz verschnaufen, bevor die letzten beiden Saisonspiele angepfiffen werden.

TSH: Ebersberger, Gerling; Drachsler, Egle, Wedrich 2/2, Bestle 2, Brockschmidt 3, Probst 3, Schneidereit 1, Lichtscheidel, Lang 2, Theobald 2, Küffner, Neumann 2.

lem

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