Unternehmer, Sportler und Co.: Das sind die bekanntesten Promis aus Erlangen-Höchstadt

19.2.2019, 13:51 Uhr
Eigentlich wohnte die Familie Schaeffler in Frankreich - genauer: In Bourdonnay. Nach mehreren Umzügen und der Flucht vor russischen Besatzungstruppen, bauten sich die Schaefflers in Oberfranken ein neues Leben auf. Im Frühjahr 1946 siedelten sie ihren Betrieb aus Platzgründen nach Herzogenaurach um. Dort begründete Georg Schaeffler (rechts, in einem Gespräch mit Albert Spieß) mit seiner Erfindung des Nadelkäfigs den Aufstieg des heutigen Weltkonzerns.
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Georg Schaeffler

Eigentlich wohnte die Familie Schaeffler in Frankreich - genauer: In Bourdonnay. Nach mehreren Umzügen und der Flucht vor russischen Besatzungstruppen, bauten sich die Schaefflers in Oberfranken ein neues Leben auf. Im Frühjahr 1946 siedelten sie ihren Betrieb aus Platzgründen nach Herzogenaurach um. Dort begründete Georg Schaeffler (rechts, in einem Gespräch mit Albert Spieß) mit seiner Erfindung des Nadelkäfigs den Aufstieg des heutigen Weltkonzerns. © Heribert Spiess

Alleine war Georg Schaeffler dabei nicht: Die Produktion nahm er gemeinsam mit seinem Bruder Wilhelm (hier mit dem ehemaligen Bundeswirtschaftsminister Ludwig Erhard) wieder auf. Dieser wurde allerdings 1946 von den Amerikanern an Polen ausgeliefert, weil er „im Auftrag der deutschen Regierung“ an der „Liquidierung des dem polnischen Staat und den polnischen Bürgern gehörenden Besitzes“ beteiligt gewesen sein soll. Am 23. Juli 1951 kam er aus dem Gefängnis in Warschau frei. Zurück in Herzogenaurach baute er die Teppich-Herstellung als zweites Standbein der Firma auf.
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Alleine war Georg Schaeffler dabei nicht: Die Produktion nahm er gemeinsam mit seinem Bruder Wilhelm (hier mit dem ehemaligen Bundeswirtschaftsminister Ludwig Erhard) wieder auf. Dieser wurde allerdings 1946 von den Amerikanern an Polen ausgeliefert, weil er „im Auftrag der deutschen Regierung“ an der „Liquidierung des dem polnischen Staat und den polnischen Bürgern gehörenden Besitzes“ beteiligt gewesen sein soll. Am 23. Juli 1951 kam er aus dem Gefängnis in Warschau frei. Zurück in Herzogenaurach baute er die Teppich-Herstellung als zweites Standbein der Firma auf. © Repro NN

Das Unternehmen seines Vaters und seines Onkels machten ihn zu einem der reichsten Menschen Deutschlands: Georg Friedrich Wilhelm Schaeffler (im Gespräch mit Bayerns Innenminister Joachim Herrmann), der in Erlangen geboren wurde und in Herzogenaurach zur Schule ging, ist zusammen mit...
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Das Unternehmen seines Vaters und seines Onkels machten ihn zu einem der reichsten Menschen Deutschlands: Georg Friedrich Wilhelm Schaeffler (im Gespräch mit Bayerns Innenminister Joachim Herrmann), der in Erlangen geboren wurde und in Herzogenaurach zur Schule ging, ist zusammen mit... © Schaeffler

... seiner Mutter Maria-Elisabeth Schaeffler Gesellschafter der Schaeffler-Gruppe. Ihr gemeinsames Vermögen wird auf etwa 25 Milliarden Euro geschätzt.
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... seiner Mutter Maria-Elisabeth Schaeffler Gesellschafter der Schaeffler-Gruppe. Ihr gemeinsames Vermögen wird auf etwa 25 Milliarden Euro geschätzt. © Schaeffler

Sie sind unbestritten die berühmtesten Söhne Herzogenaurachs - und ihre Geschichte klingt, als wäre sie von einem Schriftsteller erfunden: Ab 1924 bauten sie gemeinsam ihre Schuhfabrik auf, nach dem Zweiten Weltkrieg zerstritten sie sich bis zu ihrem Tod. Das Ergebnis: Zwei Unternehmen - Adidas und Puma - die heute zu den größten Sportartikelherstellern der Welt zählen, Milliarden Euro umsetzen und zehntausende Mitarbeiter beschäftigen.
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Sie sind unbestritten die berühmtesten Söhne Herzogenaurachs - und ihre Geschichte klingt, als wäre sie von einem Schriftsteller erfunden: Ab 1924 bauten sie gemeinsam ihre Schuhfabrik auf, nach dem Zweiten Weltkrieg zerstritten sie sich bis zu ihrem Tod. Das Ergebnis: Zwei Unternehmen - Adidas und Puma - die heute zu den größten Sportartikelherstellern der Welt zählen, Milliarden Euro umsetzen und zehntausende Mitarbeiter beschäftigen. © privat

Sein Spiel ist legendär, seine Sprüche noch viel mehr: Beim 1.FC Herzogenaurach lernte Lothar Matthäus das Kicken. Nach seinem Schulabschluss machte er eine Lehre zum Raumaustatter. Mit 18 Jahren wechselte er dann von der Aurachstadt zu Borussia Mönchengladbach - der Beginn einer herausragenden Karriere. Heute arbeitet der Rekordnationalspieler. Weltmeister und Weltfußballer des Jahres 1991 als Fußballexperte, wenn er nicht gerade aushilfsweise für seinen Heimatverein die Fußballschuhe aus dem Schrank holt.
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Lothar Matthäus

Sein Spiel ist legendär, seine Sprüche noch viel mehr: Beim 1.FC Herzogenaurach lernte Lothar Matthäus das Kicken. Nach seinem Schulabschluss machte er eine Lehre zum Raumaustatter. Mit 18 Jahren wechselte er dann von der Aurachstadt zu Borussia Mönchengladbach - der Beginn einer herausragenden Karriere. Heute arbeitet der Rekordnationalspieler. Weltmeister und Weltfußballer des Jahres 1991 als Fußballexperte, wenn er nicht gerade aushilfsweise für seinen Heimatverein die Fußballschuhe aus dem Schrank holt. © Ralf Rödel

Mit ihm spielte Matthäus bis zur C-Jugend beim 1. FC Herzogenaurach, bis sich ihre Wege für lange Zeit trennten: Bis zur A-Jugend spielte Günter Güttler beim Lokalrivalen ASV Herzogenaurach, bis er 1980 seinen ersten Profi-Vertrag beim FC Bayern München unterschrieb.  Danach stand er unter anderem für den FCN, Schalke 04 (aus dieser Zeit stammt das Bild, auf dem Güttler den Nürnberger Hans Dorfner attakiert) und die Greuther Fürth auf dem Feld. Nach seiner Fußballer-Karriere traf er wieder auf seinen Jugendfreund Lothar Matthäus: Gemeinsam trainierten sie ab 2001 den österreichischen Erstligisten Rapid Wien. Zuletzt coachte der Deutsche Meister und Pokalsieger den TSV Ampfing aus Oberbayern.
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Günter Güttler

Mit ihm spielte Matthäus bis zur C-Jugend beim 1. FC Herzogenaurach, bis sich ihre Wege für lange Zeit trennten: Bis zur A-Jugend spielte Günter Güttler beim Lokalrivalen ASV Herzogenaurach, bis er 1980 seinen ersten Profi-Vertrag beim FC Bayern München unterschrieb. Danach stand er unter anderem für den FCN, Schalke 04 (aus dieser Zeit stammt das Bild, auf dem Güttler den Nürnberger Hans Dorfner attakiert) und die Greuther Fürth auf dem Feld. Nach seiner Fußballer-Karriere traf er wieder auf seinen Jugendfreund Lothar Matthäus: Gemeinsam trainierten sie ab 2001 den österreichischen Erstligisten Rapid Wien. Zuletzt coachte der Deutsche Meister und Pokalsieger den TSV Ampfing aus Oberbayern. © Karlheinz Daut/VNP

Frankenwein und eine Leiche, Schäufele-Verschwörung oder auch Sechs auf Kraut heißen die Titel, die Jan Beinßen weit über die Region hinaus bekannt gemacht haben. Der Journalist und Krimibuchautor stammt eigentlich aus Stadthagen in Niedersachsen und zog für seinen Beruf nach Herzogenaurach. Und seine Buchtitel beweisen: Die Stadt hat aus ihm längst einen echten Franken gemacht.
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Jan Beinßen

Frankenwein und eine Leiche, Schäufele-Verschwörung oder auch Sechs auf Kraut heißen die Titel, die Jan Beinßen weit über die Region hinaus bekannt gemacht haben. Der Journalist und Krimibuchautor stammt eigentlich aus Stadthagen in Niedersachsen und zog für seinen Beruf nach Herzogenaurach. Und seine Buchtitel beweisen: Die Stadt hat aus ihm längst einen echten Franken gemacht. © Jan Beinßen / Lang Ralf

Ein wenig Boulevard-Glamour darf natürlich auch nicht fehlen: Natascha Faustka wurde durch einen Korb bekannt. Den gab sie nämlich 2013 dem
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Natascha Faustka

Ein wenig Boulevard-Glamour darf natürlich auch nicht fehlen: Natascha Faustka wurde durch einen Korb bekannt. Den gab sie nämlich 2013 dem "Bachelor" der gleichnamigen RTL-Sendung. Der aufsteig auf der sternchen-Leiter begann aber schon zwei Jahre zuvor. 2011 wurde die Hemhofenerin zur Miss Internet gekürt. Ob es mit der ganz großen Modelkarriere klappt? Faustka: "Sich selbstständig zu machen und davon leben zu können, ist schwierig. Die Auftragslage ist vermutlich sehr überschaubar, wenn man in Hemhofen wohnt." © privat

Auf den Laufstegen ist Natascha Faustka selten allein: Die 26-Jährige, die mittlerweile in Erlangen wohnt, trat lange Zeit in die Fußstapfen ihrer älteren Schwester. Bei 15 Miss-Wahlen hat sie bereits teilgenommen, unter anderen wurde sie zur Miss Nürnberg und Miss Franken gewählt.
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Kathinka Faustka

Auf den Laufstegen ist Natascha Faustka selten allein: Die 26-Jährige, die mittlerweile in Erlangen wohnt, trat lange Zeit in die Fußstapfen ihrer älteren Schwester. Bei 15 Miss-Wahlen hat sie bereits teilgenommen, unter anderen wurde sie zur Miss Nürnberg und Miss Franken gewählt. © Athina Tsimplostefanaki

Mit 27 Jahren Bundestagsabgeordneter, mit 34 Parlamentarischer Geschäftsführer, mit 38 Staatsekretär: Stefan Müller kann trotz seines für einen Politik-Profi jungen Alters bereits auf eine beachtliche Karriere zurückblicken. Als (mittlerweile wieder) Parlamentarischer Geschäftsführer zieht der 42-jährige CSU-Abgeordnete die Fäden im Politikgeschäft. Immer, wenn es in der Bundespolitik wichtig wird - beispielsweise bei den Koalitionsverhandlungen - sitz der Großenseebacher mit am Verhandlungstisch.
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Stefan Müller

Mit 27 Jahren Bundestagsabgeordneter, mit 34 Parlamentarischer Geschäftsführer, mit 38 Staatsekretär: Stefan Müller kann trotz seines für einen Politik-Profi jungen Alters bereits auf eine beachtliche Karriere zurückblicken. Als (mittlerweile wieder) Parlamentarischer Geschäftsführer zieht der 42-jährige CSU-Abgeordnete die Fäden im Politikgeschäft. Immer, wenn es in der Bundespolitik wichtig wird - beispielsweise bei den Koalitionsverhandlungen - sitz der Großenseebacher mit am Verhandlungstisch. © Edgar Pfrogner

Die Bühne ist ihr Zuhause - zumindest wenn Adeline Schebesch nicht in ihrer Wahlheimat Herzogenaurach ist. Die 57-Jährige ist festes Ensemblemitglied des Staatstheaters Nürnberg. Außerdem arbeitet sie als Synchronsprecherin - und spielte bereits beim Tatort mit.
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Adeline Schebesch

Die Bühne ist ihr Zuhause - zumindest wenn Adeline Schebesch nicht in ihrer Wahlheimat Herzogenaurach ist. Die 57-Jährige ist festes Ensemblemitglied des Staatstheaters Nürnberg. Außerdem arbeitet sie als Synchronsprecherin - und spielte bereits beim Tatort mit. © Eduard Weigert

Auch mit 83 Jahren sitzt Thomas Fink noch gerne an seinem Lieblingsplatz: Vor dem Klavier. Der Pianist aus Niederndorf blickt auf über 50 Jahre Jazz-Karriere und zahlreiche Auftritte mit Weltstars zurück. Unter anderem gehörte er zum Ensemble der Bigband des Bayerischen Rundfunks.
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Thomas Fink

Auch mit 83 Jahren sitzt Thomas Fink noch gerne an seinem Lieblingsplatz: Vor dem Klavier. Der Pianist aus Niederndorf blickt auf über 50 Jahre Jazz-Karriere und zahlreiche Auftritte mit Weltstars zurück. Unter anderem gehörte er zum Ensemble der Bigband des Bayerischen Rundfunks. © privat

Sein Name ist untrennbar mit einer der dunkelsten Zeiten in Herzogenaurach und der Region verbunden: In der Reichsprogromnacht stürmten die Nationalsozialisten die Geschäfte des jüdischen Kaufmanns Jean Mandel (links im Bild) in Fürth und Herzogenaurach. Mandel, der 1911 in Fürth geboren wurde und den Betrieb seiner Eltern - die Erste Fürther Lumpensortieranstalt übernommen hatte, war bereits zwei Wochen mit anderen jüdischen Fürthern in ein Konzentrationslager gebracht worden. Im Gegensatz zu seinem Bruder Leo überlebte Jean Mandel den Holocaust - und gründete nach der NS-Zeit der Israelitischen Kultusgemeinden im Bayern mit. von 1964 bis zu seinem Tod am 25. Dezember 1974 war er zudem Senator im Bayerischen Senat. 1956 wurde im das Bundesverdienstkreuz erster Klasse verliehen.
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Jean Mandel

Sein Name ist untrennbar mit einer der dunkelsten Zeiten in Herzogenaurach und der Region verbunden: In der Reichsprogromnacht stürmten die Nationalsozialisten die Geschäfte des jüdischen Kaufmanns Jean Mandel (links im Bild) in Fürth und Herzogenaurach. Mandel, der 1911 in Fürth geboren wurde und den Betrieb seiner Eltern - die Erste Fürther Lumpensortieranstalt übernommen hatte, war bereits zwei Wochen mit anderen jüdischen Fürthern in ein Konzentrationslager gebracht worden. Im Gegensatz zu seinem Bruder Leo überlebte Jean Mandel den Holocaust - und gründete nach der NS-Zeit der Israelitischen Kultusgemeinden im Bayern mit. von 1964 bis zu seinem Tod am 25. Dezember 1974 war er zudem Senator im Bayerischen Senat. 1956 wurde im das Bundesverdienstkreuz erster Klasse verliehen.

Vom Landwirt zum internationalen Teehersteller: Der Weg von Martin Bauer ist einer der Erfolgsgeschichten des Landkreises Erlangen-Höchstadt. 1930 gründet Bauer in Vestenbergsgreuth sein
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Martin Bauer

Vom Landwirt zum internationalen Teehersteller: Der Weg von Martin Bauer ist einer der Erfolgsgeschichten des Landkreises Erlangen-Höchstadt. 1930 gründet Bauer in Vestenbergsgreuth sein "Kräuterverarbeitungswerk Martin Bauer". Die Geburtsstunde der heute international tätigen Martin Bauer Group. 1952 stieg Bauers Schwiegersohn Hans Wedel in das Geschäft ein. Er und später auch sein Sohn Martin Wedel gründeten neue Standorte in anderen Ländern, beispielsweise 1995 in Polen 1998 in Spanien oder 2000 in den USA. © Privat