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Vanuatu in Höchstadt: Jürgen Schmidl berichtet von Expedition

Der Biologe zeigt Bilder von Orten, "wo Spix nie war". - 10.10.2019 05:40 Uhr

Ein Selfie, aufgenommen im Inselstaat Vanuatu: Man sieht Jürgen Schmidl (links) und seinen Helfern die Expeditionsfreude an. Der Forscher berichtet auf einem Vortrag in Höchstadt von seinen Reisen.


Schmidl lehrt und forscht an der Uni Erlangen zu zoologischen und ökologischen Fragen der Artenvielfalt, insbesondere der Insektenwelt. Am nächsten Samstag, 19. Oktober, nimmt er Interessierte auf einem Vortrag mit dorthin "wo Spix nicht war."

Der Forscher hat an verschiedenen internationalen Expeditionen in weitgehend unerforschte Gebiete der tropischen Regenwälder zum Beispiel in Panama, Australien, Vanuatu, Ecuador und Französisch Guayana teilgenommen. Die Teams werden dabei teils mit Hubschraubern mitten im Nirgendwo ausgesetzt und arbeiten unter extremen Bedingungen. Bei einer Forschungsreise nach Panama hat Schmidl innerhalt weniger Wochen acht Kilo abgenommen.

Aber es geht ihm nicht darum, von körperlichen Strapazen zu berichten - "auch wenn ich wahrscheinlich einen kleinen Eindruck davon bekommen habe, wie es Johann Baptist von Spix ergangen sein könnte. Schmidls Vortrag nimmt das Publikum mit nach Vanuatu, einen Inselstaat im Südpazifik. Und dort auf eine naturkundliche Wanderung von Meereshöhe bis 1100 Meter im tropisch-vulkanischen Gebirge des ozeanischen Regenwaldes. Neben Flora und Fauna werden auch kulturelle und sprachliche Eigenheiten des Inselreiches Vanuatu vermittelt.

Außerdem geht es dem Forscher um die Artenvielfalt und um die kunstvolle Schönheit der Natur. Auf der Insel Espiritu Santo/Vanuatu hat er neben wissenschaftlichen Studien zur Insektenwelt die Bilderserie "Lebensbilder der Baumrinden im Regenwald" geschaffen. In Höchstadt ist sie am Vortragsabend in der Weinstube "Zum Zwetschger" zu sehen, anschließend bleiben die Bilder dort mindestens vier Wochen lang ausgestellt.

„Ein einziger Baum kann im Kleinen so viele wundervolle Dinge hervorbringen“, sagt Jürgen Schmidl. Dieses Beispiel von „Baumrindenkunst“ bezeugt das.


Mit seiner Baumringenkunst, der "barkArt", möchte Schmidl dem Betrachter die Vielfalt, Ästhetik, Einzigartigkeit, Fragilität und Vergänglichkeit dieses kleinen Ausschnitts eines Waldes näher bringen. "Ein einziger Baum kann im Kleinen so viele wundervolle Dinge hervorbringen", betont der 55-Jährige. Sein Vortrag bildet den Auftakt zur einer Veranstaltungesreihe des Heimat- und Verschönerungsverein Höchstadt im Winterhalbjahr 2019/20. Die Teilnahme kostet 10 Euro.

Der Vortrag "barkArt...wo Spix nicht war..." beginnt am Samstag, 19. Oktober, um 19.30 Uhr in der Weinstube "Zum Zwetschger". Karten gibt es im Vorverkauf in der Weinstube in der Hauptstraße 1, Freitags bis Samstags von 18 bis 23 Uhr oder bei Rainer Grasse, = (01 51) 27 18 51 72 und Georg Römer, = (0 91 93) 18 35 oder (01 76) 72956138.

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