Sonntag, 11.04.2021

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Volle Gewächshäuser: Gärtnereien in ERH dürfen wieder öffnen

Ab Montag können Kunden Primeln und mehr kaufen - 25.02.2021 16:44 Uhr

Da werden Frühlingsgefühle wach! In den Gewächshäusern der Gärtnereien warten jetzt bunte Primeln, Stiefmütterchen, Hornveilchen und vieles mehr auf Kundschaft.

25.02.2021 © Foto: Jeanette Seitz


"Mit dem Valentinstag hat das Trauerspiel begonnen, und jetzt wird es mit jedem Tag schlimmer", sagt Matthias Großkopf von der Gärtnerei Großkopf in Zeckern bedrückt. Seine Gewächshäuser sind voll – allein, es fehlt an Kundschaft. Solange der Lockdown anhält, durfte auch Großkopf bislang keine Kunden vor Ort empfangen.

Doch der Wetterumschwung hat nun schon die Gartensaison eingeläutet: Es bleibt länger hell, die Temperaturen ziehen an, und es drängt die Menschen nach draußen – in Gärten und auf Balkone. Und dort wollen sie es sich mit Blumen und Pflanzen schön machen.

Peter Gauch von der gleichnamigen Herzogenauracher Gärtnerei freut sich: Ab Montag darf er endlich wieder aufsperren. Hier kümmert er sich schon um die Sommerblumen.

25.02.2021 © Foto: Jeanette Seitz


Jetzt blickt Matthias Großkopf jedoch optimistisch nach vorn. "Wir setzen unsere ganze Hoffnung auf den März", sagt er. Ab dem 1. März dürfen bekanntlich die Friseure ihre Läden wieder öffnen, Ministerpräsident Markus Söder hat jüngst verkündet, dass gleiches unter anderem auch für die Gartenbetriebe gelte. "Das ist für uns endlich eine Perspektive", so Großkopf. Denn der wirtschaftliche Schaden werde mit jedem Tag größer.

"In den Gewächshäusern sind derzeit die Primeln perfekt", sagt er. Das bleibe noch ungefähr die nächsten zwei Wochen so. "Wenn wir jetzt also Anfang März öffnen dürfen, kommen wir bei den Primeln mit einem blauen Auge davon." Wäre noch mehr Zeit ins Land gegangen, hätte er die Primeln entweder ganz günstig verkaufen oder gleich wegschmeißen müssen – "das wäre aber der Worst Case gewesen und hätte meinem Gärtnerherz wehgetan".

Ideen kommen auf der Fläche

Über den Online-Shop verkauft die Gärtnerei Großkopf momentan zwar ihre Pflanzen, aber laut Matthias Großkopf bei weitem nicht die Mengen wie im direkten Kundenkontakt. "Denn wenn die Menschen bei uns einkaufen, entdecken sie immer noch hier und da etwas und kaufen mehr als online. Die Pflanzideen kommen eben nur auf der Fläche."

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Das bestätigt Peter Gauch von der gleichnamigen Gärtnerei in Herzogenaurach. "Die Leute wollen persönlich durch die Gewächshäuser laufen und sich inspirieren lassen. Vor allem Stammkunden suchen sich ihre Pflanzen gerne selbst aus." Auch bei Gauch warten in den Gewächshäusern wahre Blumenmeere auf Kundschaft. In leuchtend bunten Farben stehen da Primeln, Stiefmütterchen, Vergissmeinnicht und Hornveilchen aus Eigenproduktion. "Ja, wir bieten auch Click und Collect an", sagt Peter Gauch. Das werde zwar gut angenommen, "aber die Mengen, die wir jetzt da haben, würden wir auf diese Weise nicht an den Mann und die Frau bringen."

Große Erleichterung

Deshalb spricht auch er von einer "großen Erleichterung", dass das Geschäft jetzt wieder losgehen kann. Den Lockdown im Januar/Februar habe er ganz gut verkraften können, weil das ohnehin immer die "ruhigere Zeit" sei. "Aber jetzt ist es wichtig, dass wir aufmachen dürfen." Schließlich wollten die Menschen jetzt ihre Gärten und Balkone bepflanzen, um "Frühlingsgefühle" wachzurufen. Dafür gibt es dann auch die typischen Frühlingsblüher – Zwiebelblumen wie Tulpen, Narzissen oder Osterglocken. "Da gibt es auch neue Sorten, zum Beispiel sehr hübsche zweifarbige. Aber das funktioniert nur gut, wenn der Kunde sich das vor Ort anschauen kann", weiß Großkopf und freut sich, dass das nun möglich sein wird.

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Ein weiterer Trend seien mehrjährige Frühlingsgehölze und Stauden mit langer Blütezeit wie zum Beispiel die Schleifenblume oder auch Pflanzen für den Steingarten wie das Moossteinbrech, ein beliebter Bodendecker mit rosa Blüten. "Diese Pflanzen bieten durch die Mehrjährigkeit einen Mehrwert für den Kunden und lassen sich deshalb gut verkaufen."

Peter Gauch äußert abschließend noch den Wunsch, dass bald auch alle anderen Einzelhändler wieder aufsperren dürfen. Denn "die drückt alle der Schuh und die wollen auch wieder loslegen".

JEANETTE SEITZ

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