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Von Geiselwind gehen Puma-Artikel nach ganz Europa

Spatenstich für das künftige Zentrallager — 63 500 Quadratmeter für Logistikzentrum überbaut — 100 Millionen teuer - 18.02.2019 17:07 Uhr

Die Erdarbeiten mit Baggern laufen schon länger. Gestern wurden auch die symbolischen Spaten gebraucht. Weigert © F.:


Die gute Laune teilte Nickel mit Tamara Bischof, der Landrätin des Landkreises Kitzingen. Geiselwind liegt dort und auch mitten im Naturpark Steigerwald. Im April 2016 ist die Erschließung des "Innoparks" abgeschlossen worden, was bei der heutigen Diskussion über Flächenfraß, wie Nickel sagt, so einfach wohl nicht mehr in einem Naturpark möglich wäre.

Gemeinde und Landkreis werten die Erschließung ausschließlich positiv, denn allein im für ganz Europa "zuständigen" Logistikzentrum von Puma werden etwa 300 Menschen arbeiten — eingeschlossen diejenigen, die vom bisherigen Lager bei Elsendorf nach Unterfranken mit umziehen.

Dafür aber werden nicht weniger als 125 000 Quadratmeter Fläche verbraucht, so viel wie 14,5 Fußballfelder. Darauf entstehen mehr als 150 LKW- und 380 PKW-Parkplätze und Gebäude mit insgesamt 63 500 Quadratmetern logistische Nutzfläche. Herzstück: ein Hochregallager mit 21,5 Metern lichter Höhe, aus dem mit modernster Technik, darunter 21 Kilometer Förderanlagen 122 000 Puma-Artikel umgeschlagen werden können.

Das Ganze kostet den Bauherrn, die Immobilien-Investment-Firma Dietz AG aus Bensheim an der Bergstraße, etwa 100 Millionen Euro. Wenn das Distributionszentrum nach nur 14 Monaten Bauzeit im Frühjahr 2020 fertig wird, wird Puma als Langfrist-Mieter einziehen. Die Herzogenauracher Sportartikler haben ihrerseits den Betrieb des Zentrums weitervergeben an die BLG Logistics Group. Auf der Lohnliste dieses Dienstleisters, der schon das alte Lager bei Elsendorf betreibt, werden alle Lager-Mitarbeiter stehen.

Abgesehen von der bebauten Fläche wird das Lager durchaus ein ökologischer Bau. Mit optimal gedämmter Hülle, energiesparenden Geräten, Wärmepumpen, Wasserrückgewinnung, LED-Beleuchtung und einem stündlichen Optimieren des Verbrauchs an Öko-Strom soll das Lager CO2-neutral arbeiten.

Vor allem arbeitet es schnell. Hierin sieht Michael Lämmermann den entscheidenden Nutzen für die nach eigener Aussage schnellste Sportmarke der Welt. Der Puma-Finanzvorstand sieht sein Unternehmen damit in der Lage, Kundenanforderungen "noch wesentlich besser zu bedienen".  

RAINER GROH

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