Weisendorf: Freibier-Anstich ganz gemütlich

26.8.2016, 20:24 Uhr
Drei Schläge brauchte Bürgermeister Heinrich Süß am Freibier-Fass im Weisendorf. Allerdings wurden auch einige Umstehende kräftig nass. Foto: Ingrid Jungfer

Drei Schläge brauchte Bürgermeister Heinrich Süß am Freibier-Fass im Weisendorf. Allerdings wurden auch einige Umstehende kräftig nass. Foto: Ingrid Jungfer

Bürgermeister Heinrich Süß durfte zum Warmwerden das kleine Fass anstechen und brauchte dazu die von ihm gewohnten drei Schläge. Dass die Umstehenden und besonders die Presse nass wurde, erklärte er lächelnd mit dem zu trockenen Gummi des Verschlusses.

Zur fröhlichen Stimmung auf dem Marktplatz trug wie stets eine Abordnung des Posaunenchors bei, die Ortsburschen ölten derweil ihre Kehlen und sangen zwischendurch ihre deftigen Liedla. Sie hatten bereits „vorgeglüht“ beim Schreiner Haagen, genannt „Spitz“, bei dem seit über 22 Jahre der Kranz für den Kerwa-Baum gebunden wird und stets eine Brotzeit mit Bier wartet. Die offizielle Eröffnung der Kerwa war inzwischen wohl auch wegen der hohen Temperaturen auf 20 Uhr verschoben. Und so genoss man weiter das Bier und die Geselligkeit. Erst allmählich formierte sich ein kleiner Festzug. Die Bläser voran, marschierte man zum Festzelt, um den offiziellen Bieranstich zu erleben.

Am Donnerstagabend schon hat die Kerwa ihren rockigen Auftakt erlebt, und zwar mit einer Art Heimkehr. Die Jungs von „Javelin“, der höchst erfolgreichen Rock-Coverband, traten im Zelt auf. 1992 war „Javelin“ nämlich in Weisendorf gegründet worden.

Konzert im Wischmop

Im „Wischmop“, dem damaligen Jugendclub der örtlichen Mehrzweckhalle, hatte die Band 1994 ihren ersten öffentlichen Auftritt. Und bereits 1995 gab sie in der Mehrzweckhalle ein Benefiz-Konzert, zusammen mit drei weiteren Bands zugunsten einer Aktion zur Knochenmarkspende.

4500 Mark hat dies damals gebracht, organisiert von Berry Burger und Hans Heinisch. Der letztere war bis 2012 Geschäftsführer und Manager der Band. Sohn Steffen hatte mit 16 Jahren die Band mitbegründet. Ganze 20 Jahre spielten die fünf Jungs – einmalig in der Szene — in der gleichen Besetzung. Erst dann gab es einen personellen Umbruch, erzählt Hans Heinisch. Nur Horschti und Kerni sind noch heute dabei.

In der Blütezeit von 1998 bis 2008/9 sei „Javelin“ die Band Nummer eins der Cover-Szene gewesen – und existiere als einzige noch. Auch in Weisendorf habe sie damals 2000 Fans ins Zelt gelockt.

Diesmal waren es etwas weniger, aber doch deutlich mehr Besucher als in den Jahren davor. Denn beim ASV, seit einigen Jahren zuständig für „Rock im Zelt“, hatte man sich an die damals auch im Fußball erfolgreichen Jugendspieler erinnert.

Ein Glücksgriff, freuten sich die Verantwortlichen,

denn „Javelin“ zog viele Besucher an. Sie bevölkerten das Zelt, bevorzugt auch den Biergarten im Freien.

Der Erlös der Veranstaltung ist für den ASV-Kunstrasen gedacht.

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