Mittwoch, 13.11.2019

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WM-Party ganz privat

Kreatives Fan-Dasein in der Adelsdorfer Hauptstraße - 15.06.2010

»Public Viewing« ganz privat: Die Adelsdorferin Julia Bär (im weißen Trikot) feiert mit ihren Freunden und Verwandten ein Tor der deutschen Nationalmannschaft gegen Australien © Niko Spörlein


Sie hat gleich zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen. Julia Bär aus Adelsdorf feierte am Sonntag ihren 15. Geburtstag und den ersten Sieg der Nationalmannschaft in einem Aufwasch.

»Dass mir bloß keiner ohne ein Trikot oder ahnliches kommt«, hat sie bei den Einladungen verlangt. Denn zur Zeit sind auch in ERH eigentlich fast alle Feiern schwarz, rot, gold. Egal ob »Public Viewing« oder private Gartenparty.

Bei Julias Fußballparty haben sich beispielsweise sportlich gleich richtig aufgewärmt: Und zwar mit der Liveübertragung des dritten Entscheidungsspieles der Brose-Baskets-Bamberg gegen Frankfurt, das nach einem 97:52 die Meisterschaftsschale für die Bamberger in greifbare Nähe bringt.

Viel Rauch um nichts gibt es bei der WM-Party danach dann nicht mehr. Die Familie ist mit der Zeit gegangen und brutzelt die »Knusperspieße« auf dem Grill heute mit Gas. Schwarz-rot-goldene Fähnchen und Fahnen stammen noch von der EM vor zwei Jahren.

Damals auch schon mit dabei war natürlich Spieler Miroslav Klose, erklärter Liebling von Gast Uwe Pöschl. »Ich bin schon immer für die Schwachen«, meint er und schon malt ihm Julia Bär prompt mit Schminke Kloses Trikot-Nummer 11 auf die Glatze.

Die Stadion–Stimmung wird perfekt, als Friedrich Saam noch in die Tröte bläst. Und dann dauerte es bekanntlich nicht lange, bis »Miro« bewies, dass sein Auftritt auf dem Platz mit »schwach« aber auch gar nichts zu tun hatte.

Gute Prophezeiung

»Ein 5:0 muss das werden und wir setzen ein Zeichen für alle anderen Gegner«, prophezeite Fußball-Experte Uwe Pöschl nach dem Tor von Podolski. Gut geschätzt. Fast hätte es gereicht.

Weil das nächste WM-Spiel am Freitag gegen Serbien bereits um 13.30 Uhr angepfiffen wird, muss diese Fußballparty ausfallen; am 23. Juni (20.30 Uhr gegen Ghana) werde dann bei Friedrich Saam im Kollektiv gejubelt. Das »Sommermärchen« 2006 findet also seine die Fortsetzung.

Niko Spörlein

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