Lieblingsplatz von Nina Hock

Wo man sich im Aischgrund fühlt wie am Meer

Claudia Freilinger
Claudia Freilinger

Nordbayerische Nachrichten Herzogenaurach/Höchstadt

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7.8.2021, 11:03 Uhr
Nina Hock galoppiert mit ihrer Haflingerstute Nora an einem ihrer Lieblingsplätze im Landkreis, einem Feldweg am Höchstadter Ortsausgang in Richtung Lappach.

Nina Hock galoppiert mit ihrer Haflingerstute Nora an einem ihrer Lieblingsplätze im Landkreis, einem Feldweg am Höchstadter Ortsausgang in Richtung Lappach. © Claudia Freilinger, NN

Nora trippelt. Sie kann es kaum erwarten. Die Haflingerstute kennt den Feldweg gut, in den Nina Hock gerade mit ihr einbiegt. Deshalb möchte sie lostraben, während ihre Reiterin den weiten Blick über Weiher und Felder genießt. So wie sonst immer. Nina Hock kommt sehr gerne hier her: Am Ortsausgang von Höchstadt in Richtung Lappach dehnt sich die Landschaft in die Weite und gibt den Blick frei auf kleine Weiher, Wiesen, Höchstadt und Lonnerstadt.

Im Naturschutzgebiet Mohrhof mit seinen schönen Teichen fühlt sich Nina Hock bei ihren Touren manchmal wie am Meer, hier ein Leserfoto mit Regenbogen von Berthold Raum.

Im Naturschutzgebiet Mohrhof mit seinen schönen Teichen fühlt sich Nina Hock bei ihren Touren manchmal wie am Meer, hier ein Leserfoto mit Regenbogen von Berthold Raum. © Berthold Raum, NN

"Es ist egal ob ich traurig bin, wütend oder gestresst: Wenn ich Zeit für mich brauche, steige ich in den Sattel oder auf den Kutschbock", erzählt die 30-Jährige. Damit hat sie gleich zwei Lieblingsplätze - Sattel und Kutschbock -, die es ihr ermöglichen, dass sie zu vielen weiteren gelangt. Vom Feldweg am Höchstadter Ortsausgang reitet sie gerne weiter in Richtung Sterpersdorf. "Man ist schnell draußen aus der Stadt und kann gut durchatmen."

Die Haflinger machen bei einer Kutschtour Pause am Weiher.

Die Haflinger machen bei einer Kutschtour Pause am Weiher. © Privat, NN

Drei bis viermal in der Woche ist sie mindestens draußen. Vier Haflinger und ein Vollblüter gehören zu ihrem Hof in der Bauerngasse und die möchten bewegt werden. Wenn Nina Hock mit der Kutsche unterwegs ist - seit sie zwei kleine Kinder hat, sitzt sie öfter auf dem Bock als im Sattel - fährt sie gerne schon bei der alten Aischbrücke hinunter in die Wiesen.

Früher war sie Karpfenkönigin

Ein anderer ihrer Lieblingsplätze liegt weiter oben. Wenn eine Tour sie in Richtung Trimm-Dich-Pfad führt, dann stoppt sie gerne oben auf dem Berg und genießt den Blick über Höchstadt. "Außerdem begegnen mir dort immer sehr viele nette Menschen", sagt die Friseurmeisterin, die aus Hemhofen stammt und seit etwa zwölf Jahren in Höchstadt lebt.

Und dann gibt es noch die große Runde. Sie dauert ungefähr zweieinhalb Stunden und führt ins Weihergebiet bei Mohrhof. Da ist die ehemalige Aischgründer Karpfenkönigin besonders gerne. Nicht nur wegen der schönen Erinnerungen an ihre Amtszeit von 2016 bis 2019. "Wenn ich am großen Strichweiher stehe", schwärmt sie, "dann fühle ich mich fast wie am Meer." Und dann darf Nora endlich lostraben.

INFO:

Wer den Lieblingsplatz von Nina Hock einmal austesten möchte, kann neben ihr auf dem Kutschbock Platz nehmen. Sie organisiert Planwagenfahrten mit dem Haflingergespann durch den Aischgrund für maximal zwölf Personen. Weitere Informationen gibt es unter http://kutschfahrten-bauernladen.de.

TIPP:

Sie möchten auch ans Meer, aber die Adria ist zu weit? Das Weihergebiet Mohrhof lässt sich natürlich nicht nur per Pferd erkunden. Es bieten sich auch Wanderungen an oder Radtouren. Der Aischtalradweg ist gut markiert. Wer ein Fernglas hat, sollte es unbedingt mitnehmen, denn in dem 128, 8 Hektar großen Naturschutzgebiet gibt es viele Vögel zu beobachten. In den weitläufigen Verlandungszonen aus Schilf- und Rohrkolbenröhricht sowie in den leben zum Beispiel Große und Kleine Rohrdommel, Drosselrohrsänger oder Bekassine. Sogar Seeadler wurden schon gesichtet.

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