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Donnerstag, 04.06.2020

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Wohin soll in Höchstadt die Corona-Hilfe fließen?

Die Vertreter verschiedener sozialer Organisationen steckten Bedürfnisse ab. - 20.05.2020 06:00 Uhr

Auf hier wird Hilfe gebraucht: Die Schulkinder von Flüchtlingsfamilien im Alter zwischen sechs und 16 benötigen besonders beim Homeschooling Unterstützung. Es fehlen dringend "Lernunterstützer", die den Schülern bei den Hausaufgaben helfen, unter anderem auch für die ergänzende Betreuung im Hort. 

© Bernd Feil/M.i.S. via www.imago-images.de, NN


Dies nahm Bürgermeister Gerald Brehm zum Anlass, ein Treffen, der mit dieser Thematik befassten Stellen einzuberufen. So fanden sich Peter Lorz und Jeanette Exner vom Seniorenbeirat, Wolfgang Kümmeth vom Helferkreis, Klaus Neumann von der Höchstadter Ehrenamtsbörse, Andrea Schütz vom Netzwerk für Sport und Gesundheit, Tanja Schwägerl als Verantwortliche für die Spenden- und Gutschein-Aktion der Stadt Höchstadt im Kommunbrauhaus zusammen. Die Spendenaktion ist so gut angelaufen, dass mittlerweile ein Grundstock zur Verfügung steht. Wer also aufgrund von Corona ernsthaft in finanzielle Notlage geraten ist, kann sich schon jetzt bei Tanja Schwägerl melden, Telefon (0 91 93) 62 61 33. Diskretion garantiert.

Bedarf für Unterstützung sahen die Gesprächsteilnehmer im weiteren Einsatz der "Flinken Liese", dem kostenfreien Senioren-E-Shuttle, das nach erzwungener Corona-Pause nun wieder fährt. Auch örtliche, kleineren Musikgruppierungen, die im Außenbereich der Seniorenheime die Bewohnerinnen und Bewohner erfreuen, sollen Förderung erfahren. Wer sich an dieser Stelle als Solokünstler oder kleinere Musikgruppe ehrenamtlich einbringen möchte, wendet sich an Peter Lorz vom Seniorenbeirat, Telefon (0 91 93) 50 72 85 oder Klaus Neumann, Telefon (0 91 93) 73 58.

Nachdem die Bedingungen für Treffen und kleinere Veranstaltungen unter freiem Himmel weiter gelockert werden sollen, hält Andrea Schütz Aktionen wie Seniorengymnastik im Engelgarten in kleineren Gruppen für realisierbar. Hier benötigt man haupt- oder ehrenamtliche Sportgruppenleiter, die sich gerne bei Andrea Schütz vom Netzwerk für Sport und Gesundheit melden können, Telefon (0 91 93) 6 261 32. Sportliche Bewegung ist gerade für Risikogruppen wie Senioren wichtiger denn je, um das Immunsystem zu stärken, Spaß zu haben und wieder soziale Kontakte zu pflegen, wenn auch mit etwas Distanz.

Wolfgang Kümmeth vom Helferkreis lag noch ein weiterer Punkt am Herzen: Die Schulkinder der Flüchtlingsfamilien im Alter zwischen sechs und 16 benötigen besonders beim Homeschooling Unterstützung. Es fehlen dringend "Lernunterstützer", die den Schülern bei den Hausaufgaben helfen, unter anderem auch für die ergänzende Betreuung im Hort. Die Eltern können aufgrund eigener Sprachschwierigkeiten hier nicht weiterhelfen.

Außerdem fehlt es an digitaler Ausstattung. Wer ein älteres, aber funktionierendes Gerät wie Smartphone, Tablet, PC oder Drucker daheim hat und nicht mehr braucht, kann sich bei Wolfgang Kümmeth melden, Telefon (01 71) 3 37 87 50.

nn

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