Montag, 18.11.2019

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Zauber der Meisterwerke aus Tschechien

Siemens-Chor und Organist Gerald Fink gaben wundervolles Kirchen-Konzert - 13.02.2012 16:07 Uhr

Der Siemens-Chor bei seinem Auftritt in der evangelischen Kirche Herzogenaurach. © Seyb


Mit der „Fantasie g-Moll“ von Jan Krtitel Kuchar, einem Zeitgenossen Mozarts, stimmte Gerald Fink die Zuhörer auf das Konzert ein. Dynamisch wunderbar differenziert gestaltete Fink die gefälligen Melodien und ließ das Werk mit kraftvollen Klängen enden.

Dirigent Florian Grieshammer hatte den Siemens-Chor bestens auf Antonin Dvoraks 1887 entstandene „Messe D-Dur“ für Soli, Chor und Orgel vorbereitet.

Engagiert dirigierte er die rund 50 Sänger und verstand ihre stimmliche und gestalterische Kraft präzise einzusetzen. Berührend erklang das Kyrie Eleison, voll Glaubensgewissheit gestaltete der Chor das Credo und meisterte konzentriert Polyphonie und wechselnde Einsätze.

Chormitglieder aus den einzelnen Stimmen Sopran (Iris Meyer, Jutta Sontheimer, Renate Weber), Alt (Gabriele Richardson, Gertrud Merk, Elisabeth Malsch), Tenor (Matthias Goldstein, Georg Hutter) und Bass (Tobias Raufer, Matthias Mrasek) übernahmen die solistischen Passagen.

102 Jahre nach Dvoraks Messe hat Petr Eben sein „Prager Te Deum“ komponiert, ein Dankgesang für das Ende des Sozialismus. Auf die gregorianische Intonation lässt Eben „eine Refrain-Antwort in zeitgenössischer Tonsprache erklingen“, wie er selbst über dieses Werk schreibt.

Ungewohnte Rhythmik und Harmonien stellten höchste Anforderungen an den Chor, die dieser gekonnt meisterte.

Nach einem sich steigernden „In te, domine, speravi“ endete das Werk mit dem jubelnden „non confundar“.

Langer Applaus des Publikums würdigte die Leistung von Chor und Organist. ese

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