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Montag, 23.09.2019

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Zu Karpfen, Spix und Stadtgeschichte

Urlaub zuhause in den Landkreisen ERH oder BA: Spannendes entdecken - 23.08.2019 07:00 Uhr

Einen Besuch wert ist auf jeden Fall das neukonzipierte Spix-Museum in Höchstadt, das im Geburtshaus des berühmten Naturforschers eingerichtet ist. © Foto: Roland Huber


Heimatmuseum, Hauptstraße 5, Höchstadt: Seit September 2003 präsentiert das komplett sanierte und neugestaltete Museum im historischen "Storchenrathaus" auf drei Stockwerken die über 1000-jährige Vergangenheit Höchstadts in zahlreichen Aspekten.

In 14 Räumen informieren Bestände über Vor- und Frühgeschichte, über altes Handwerk, bäuerliche Teichwirtschaft, Geologie, ferner zu Militaria, Hausrat und berühmte Persönlichkeiten der Stadtgeschichte den Besucher über die Entwicklung der Stadt und die früheren Lebensverhältnisse seiner Bewohner. Neben einer vielfältigen Sammlung von barocken Zunftgegenständen bildet die Fränkische Karpfenzucht, deren Zentrum Höchstadt bis heute ist, einen Schwerpunkt der Ausstellung.

Ein richtiger Schatz ist der bayerische Ur-Metz, ein altes Getreidemaß, das im Stadtmuseum in Schlüsselfeld ausgestellt wird. © Foto: Giulia Iannicelli


Das Heimatmuseum ist jeden zweiten Sonntag im Monat von 14-16 Uhr geöffnet. Es kann aber auch am Wochenende, 24. und 25. August, im Rahmen des Altstadtfestes besucht werden. Der Eintritt ist frei.

 

Spix-Museum Höchstadt, Badgasse 7, Höchstadt: Dem Naturwissenschaftler Johann Baptist Ritter von Spix (geboren am 9. Februar 1781 in Höchstadt an der Aisch; gestorben am 13. Mai 1826 in München) ist ein kleines Museum gewidmet, das in dessen Geburtshaus in der Badgasse 7 untergebracht ist. Spix, der vor allem wegen seiner vierjährigen Forschungsreise nach Brasilien (1817 bis Ende 1820) bekannt wurde, wird hier als Wissenschaftler präsentiert, aber auch als Höchstadter Bürger. Im Vorraum widmet sich eine Tafel der Biografie des Wissenschaftlers, der 1781 als Sohn eines Baders in Höchstadt geboren wurde. Spix studierte Philosophie, Theologie und Naturwissenschaften. 1811 gründete er die Zoologische Staatssammlung München. Von seiner vierjährigen Reise nach Brasilien brachte er zahllose Tier- und Vogelexponate mit. 1826 starb er vermutlich an einer Tropenkrankheit.

Nach der Expedition hat Spix sieben Bücher veröffentlicht, in denen er rund 800 Tierarten, die er in Brasilien beobachtet hat, genau beschrieb und detailgetreu nachzeichnen ließ. Die für die Wissenschaft sehr wertvollen Originale sind in der Staatsbibliothek in München verwahrt. Das Höchstadter Museum hat aber Nachdrucke dieser eindrucksvollen Werke angeschafft. Zurzeit ist zudem die Sonderausstellung "Der Ritter und seine Affen" zu sehen.

Das Ritter-von-Spix-Museum ist jeden zweiten Sonntag im Monat von 14-16 Uhr geöffnet. Gruppenführungen nach Vereinbarung. Es kann ferner am Wochenende, 24. und 25. August, im Rahmen des Altstadtfestes besucht werden. Eintritt frei.

 

Stadtmuseum Schlüsselfeld, Marktplatz 5, Schlüsselfeld: Seit 1993 wird im ehemaligen alten Rathaus die Stadtgeschichte Schlüsselfelds und Themen aus der Geologie, Ökologie und Volkskunde des Steigerwalds klar und verständlich präsentiert. Das Haus versteht sich als "Anfass- und Begreif-Museum": Berühren ist sogar erwünscht.

Das Museum hütet zudem einen echten Schatz: Ein altes Getreidemaß, einen sogenannten "Beyrischen Metz" aus dem Jahre 1811. Die Truhe aus Eichenholz ist der einzig erhaltene Ur-Metzen in Bayern. In einem anderen Raum wird die Porzellangeschichte in Europa und die der Manufaktur in Reichmannsdorf vom Ende des 18. Jahrhunderts dargestellt. Die dabei entstandene Spezialsammlung von Porzellan-Salzstreuern ist mittlerweile eine der größten ihrer Art.

Das Stadtmuseum ist jeden Sonntag von 10-16 Uhr geöffnet. Eintritt 2 Euro, Kinder 1 Euro.

Fischereimuseum Unterer Aischgrund in Neuhaus bei Adelsdorf: Das Museum befindet sich im historischen Fischhaus zu Neuhaus, umgeben von den Teichen der Crailsheim’schen Teichanlage. Von Mai bis Oktober kann man jeden Sonntag von 13 bis 17 Uhr die Innenräume besuchen und sich einen Eindruck über die einheimische, fränkische Fischfauna und die Teichwirtschaft zu Zeiten der Großeltern verschaffen. Das Fischhaus ist zudem Ausgangspunkt für einen zwei Kilometer langen Lehrpfad rund um die Teichanlage mit zahlreichen Schautafeln zum Thema Fischerei und Teichwirtschaft.

Das Fischereimuseum in Neuhaus, Adelsdorfer Straße / Ecke Heppstädter Straße, kann man von Mai bis Oktober jeden Sonntag von 13-17 Uhr besichtigen. In den Sommerferien ist es allerdings geschlossen. Der Eintritt ist frei. 

MARIA DÄUMLER

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