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Hollywood am Marienberg: Als Nürnberg ein Autokino hatte

Auch Nürnberg hatte mal ein solches Filmtheater - 02.04.2020 09:35 Uhr

Zwei Autos vor einer Leinwand. Der Sicherheitsabstand der Insassen wäre mit Sicherheit eingehalten. © Julian Stratenschulte


Was tun, wenn das Wetter schlecht ist? Klar, man sucht sich Indoor-Aktivitäten. Blöd nur, wenn auch diese in Zeiten von Corona nicht mehr möglich sind. Kulturelle Tempel wie Museen haben geschlossen, Konzert- sowie Kleinkunstveranstaltungen wurden abgesagt und auch die Kinos müssen vorübergehend dicht machen, weil die Leute darin zu eng zusammen sitzen und das Ansteckungsrisiko mit dem Virus zu hoch wäre.

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Hollywood am Marienberg: Das ehemalige Nürnberger Autokino

Das Nürnberger Autokino am Marienberg. Von 1969 bis 2002 konnten hier Filmliebhaber und Anhänger des etwas anderen Kinoerlebnisses ihrer Leidenschaft nachgehen.


Was die letzte Option angeht, so gab es mal diese schöne Alternative namens Autokino. Diese Institution wäre nun die optimale Lösung. Autos parken in einer Reihe und die Zuschauer bleiben in den faradayschen Käfigen unter sich. Zwischen den Autos und ihren Insassen wäre somit genügend Sicherheitsabstand. Vorausgesetzt, sie teilen sich auch sonst den gleichen Haushalt. Gründe zum Aussteigen gäbe es wenige. Essen und Getränke könnten mitgebracht werden. Lediglich der Gang zur Toilette wäre ein kleines organisatorisches Hindernis.

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Autokinos, ein Fall für Nostalgiker?

Als Trend aus den USA, erfreuten sich Autokinos vor allem in den 60er Jahren großer Beliebtheit. Mittlerweile gibt es nicht mehr viele in Deutschland, aber hier und da findet sich noch ein solches Plätzchen für Kinoliebhaber der anderen Art.


Auch in Nürnberg gab es über 30 Jahre ein Autokino. Am Marienberg, wo hinter der früheren Leinwand heute das Indoor-Freizeitareal Tucherland zu finden ist, wurde 1969 das erste Freiluft- bzw. Autokino Bayerns eröffnet. Bis zu 1000 Autos fanden auf den 14 Reihen Platz und deren Insassen konnten auf der knapp 600 Quadratmeter großen Leinwand Filme ansehen. 2002 gingen dann nach der letzten Vorstellung "Der Herr der Ringe - Die zwei Türme" die Lichter aus.

Das bedeutet jetzt nicht, dass Autokinos aufgrund des Corona-Virus eine Renaissance erleben werden. In Zeiten, in denen man aber gezwungenermaßen für sich selbst oder im Kreis der Familie zuhause bleiben muss, denkt der eine oder die andere vielleicht an so manche ausgefallenere Möglichkeit der Freizeitgestaltung, auch wenn sie nicht mehr existieren.


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