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Donnerstag, 09.07.2020

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In Haft gesteckt: Junge Frau beschäftigt Polizei über Stunden

Die Polizisten mussten bei der Frau selbst "Zwang" anwenden - 12.05.2020 13:54 Uhr

Von Montag auf Dienstagnacht hat eine 28-jährige Frau die Polizeiinspektion Stein in Atem gehalten. Wie die Polizei mitteilt, begann die Chose am Montag gegen 19 Uhr, als die Frau in der Wohnung ihres Ex-Freundes in der Fürther Straße mit einem Messer auf eine Tür einstach und diese beschädigte. Die gerufene Polizei nahmen den Vorfall auf, danach wurde die Frau wieder entlassen.

Doch damit war die Geschichte längst nicht vorbei: Nur rund eine Stunde später trafen die Beamten in der Richtergasse erneut auf die Frau. Laut Polizei war sie mittlerweile alkoholisiert und "in einem psychisch auffälligen Zustand". Weil sie über Schmerzen klagte, riefen die Beamten einen Rettungswagen. Geduldig war die Frau allerdings nicht: Während die Beamten mir ihr auf die Rettungskräfte warteten, wurde die Frau immer aggressiver. Offenbar ging sie sogar auf die Polizisten los und versuchte sie zu schlagen. Die Beamten brachten sie "mittels unmittelbaren Zwangs" deswegen zu Boden, wo sie einem der Polizisten dennoch gegen den Oberschenkel trat und ihn kratze.


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Der eintreffende Krankenwagen nahm die Frau schließlich mit in ein Krankenhaus. Dort hielt es die 28-Jährige allerdings nicht lange aus. Gegen 21.45 Uhr wurden die Beamten erneut in die Fürther Straße gerufen, wo die Frau erneut ihren Ex-Freund aufgesucht hatte. Auch ein, durch den Vermieter erteiltes Hausverbot, hielt sie demnach nicht davon ab, die Türen in der Wohnung zu beschädigten. Den dadurch entstanden Schaden beziffert die Polizei auf mehrere hundert Euro.

Die Beamten nahmen die Frau schließlich in Gewahrsam, um weitere Straftaten zu verhindern. Auf Anordnung der Staatsanwaltschaft wurde ihr in der Dienststelle Blut abgenommen; allerdings nicht ohne Gegenwehr: Wie es von der Polizei weiter heißt, bespuckte und beleidigte die Frau nebenbei die Beamten und die behandelnde Ärztin. Ein Beamter wurde leicht verletzt, ist aber weiterhin dienstfähig.

Die Frau musste schließlich bis in die Morgenstunden in der Haftzelle ausnüchtern. Sie erwartet nun ein Ermittlungsverfahren wegen Hausfriedensbruch, Sachbeschädigung, Körperverletzung, Beleidigung, Widerstands gegen und Tätlichen Angriffs auf Vollstreckungsbeamte.


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ankl

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