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Innenstadt stärken: Neues Wirtshaus im Spitzner-Anwesen in Parsberg

Parsberg will die Innenstadt stärken - 24.04.2021 13:48 Uhr

Das ehemalige Spitzner-Haus in der Bergstraße wurde von einem Investor gekauft. Er möchte dort eine Gastwirtschaft einrichten. Der Stadtrat freut sich über eine Ausweitung des gastronomischen Angebots in der Stadtmitte.

24.04.2021 © Werner Sturm


„Ziel unseres Stadtentwicklungskonzeptes ist es, die Stadtmitte zu stärken. Hierzu gehört insbesondere das gastronomische Angebot, denn in den letzten Jahren war dies durch Schließungen von Gaststätten rückläufig.“ Mit diesen Worten brachte Bürgermeister Josef Bauer seine Freude darüber zum Ausdruck, dass es demnächst wieder ein neues Wirtshaus in Parsberg geben wird. Ein Investor hat das in der Denkmalliste aufgeführte Spitzner-Haus in der Bergstraße gekauft und beabsichtigt, dort eine Gastwirtschaft einzurichten.

Zuschuss für den Ausbau

Unter Berücksichtigung der Investitionskosten und der zu erwartenden Mieteinnahmen wurde in Abstimmung mit der Regierung der Oberpfalz die Möglichkeit einer Förderung erörtert. Es wurde vorgeschlagen, das Objekt mit einer Fördersumme von 85000 Euro aus Mitteln der Städtebauförderung zu unterstützen. Der Anteil hieraus, den die Stadt Parsberg zu tragen hat, beträgt 34000 Euro.

Nachfrage nach Kinderbetreuung

Die Nachfrage nach Kinderbetreuungsplätzen in Parsberg ist ungebrochen. Die Stadt beabsichtigt diesen Bedarf mit der Errichtung einer vierten Kindergartengruppe beim Kindergarten St. Josef abzudecken. Hierfür ist es erforderlich, eine Vereinbarung über den Bau mit dem Träger des Kindergartens, dem Seraphischen Liebeswerk Altötting, abzuschließen. Nach dem Vereinbarungsentwurf verpflichtet sich das Seraphische Liebeswerk auf dem Grundstück durch Umbau der ehemaligen Küche einen Kindergarten mit 25 Plätzen zu errichten.

Die Verpflichtung zum Betrieb ist auf die Dauer von 25 Jahren ausgelegt. Die Kosten werden vollständig von der Stadt getragen. Der Träger stellt die umzubauenden Räume, die voll erschlossen sind, entsprechend zur Verfügung. Die Gesamtkosten liegen bei rund 350000 Euro. Der Fördersatz liegt liegt bei voraussichtlich 80 Prozent der förderfähigen Kosten. Dem Abschluss der Vereinbarung wurde zugestimmt.

Flächennutzungsplan wird ergänzt

Der aktuelle Flächennutzungsplan der Stadt ist laut Bürgermeister Bauer inzwischen 30 Jahre alt. Alle Bauleitplanungen sind seit dem im Parallel-Verfahren aufgestellt worden. Aus Sicht der Verwaltung ist daher eine Digitalisierung und Ergänzung des Flächennutzungsplanes dringend erforderlich. Landschaftsarchitekt Guido Bauernschmitt vom Team 4 erläuterte dem Gremium wie so ein digitales Flächennutzungskataster aussieht. Er sagte, dass die Zahl der Einwohner in Parsberg in den vergangenen Jahren um rund zehn Prozent zugenommen hat. Bis zum Jahr 2035 wird eine weitere Zunahme um 8,4 Prozent prognostiziert. Das bedeutet nach den Worten des Experten, dass die Stadt 415 neue Wohneinheiten schaffen muss, was einen rechnerischen Flächenbedarf von circa 28 Hektar ergibt. Es wurde beschlossen, das Team 4 mit der Digitalisierung des Flächennutzungsplans für 17255 Euro zu beauftragen. Auf eine Gesamtfortschreibung des Flächennutzungsplanes in Form einer Neuaufstellung wird vorerst verzichtet.


Werner Sturm

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