Internet-Lotse im Öko-Dschungel

5.8.2009, 00:00 Uhr
Wertvolle Hinweise auf regionale Bio-Einkaufsmöglichkeiten sind im Internet zu finden.

Wertvolle Hinweise auf regionale Bio-Einkaufsmöglichkeiten sind im Internet zu finden. © colourbox.com

vom Bio-Bäcker bis zum Recycling-Hof - sind über das Portal abrufbar. Wer auf der Suche nach «grünen« Anbietern in der Nähe ist, wird unter der Internetadresse www.bluepingu.de fündig. Darüberhinaus gibt es einen Veranstaltungskalender, Mitmach-Angebote und mehr.

Auf Metropolregion zugeschnitten

Die neue Plattform ist bewusst auf die Metropolregion zugeschnitten und an den Bedürfnissen der Konsumenten orientiert. Das Außergewöhnliche daran: Es ist kein kommerzielles Projekt, sondern das Werk ein paar engagierter Menschen, die nichts daran verdienen. Im Grunde wollen sie damit ein Stück weit die Welt verbessern.

«Wir sind jedoch nicht die Super-Öko-Müsli-Typen, die zurückgezogen auf einem Bauernhof leben und surreale Träume haben«, betont Initiator Frank Braun (44) aus Nürnberg. «Sondern Menschen, die im Leben stehen.« Als solche wollen der Siemens-Angestellte und seine Mitstreiter «Lösungen zeigen, nicht Probleme diskutieren«. Darum haben sie gemeinsam einen ganz praktischen Internetauftritt entworfen, der Angebote bündelt und Initiativen vernetzt.

Menschen motivieren

«Es geht nicht um die Suche nach dem Öko-Star, sondern darum, Menschen im Sinne der Nachhaltigkeit zu motivieren«, erklärt Braun. «Mach den kleinen Unterschied«, heißt es auf der Website entsprechend. Wenn jeder nur ein wenig zur Bewahrung der Schöpfung beitrage, sei schon viel für künftige Generationen erreicht, meint Familienvater Braun.

Das Informations- und Mitmachportal hat der Informatik-Betriebswirt während eines Sabbatjahres entwickelt und selbst finanziert. Braun und seine Helfer haben dafür monatelang Informationen gesammelt, Kontakte geknüpft und das Portal programmiert. Spätestens zur nächsten BioFach-Messe Mitte Februar in Nürnberg soll der Einkaufsführer auch in gedruckter Form vorliegen. Geld mit seiner Idee wolle er auf keinen Fall machen, betont Braun. Im Gegenteil: Er ist so überzeugt von der Sache, dass er seine Plattform viel lieber an weitere Regionen verschenken will.