Lockerungen ab Samstag

Inzidenz seit fünf Tagen unter 100: Lockerungen im Nürnberger Land

20.5.2021, 13:25 Uhr
Erst dunkel-, jetzt hellrot: Auf der Karte des RKI hat der Landkreis seine Farbe gewechselt.

Erst dunkel-, jetzt hellrot: Auf der Karte des RKI hat der Landkreis seine Farbe gewechselt.

Das Robert-Koch-Institut meldete am Donnerstag einen Inzidenzwert von 67,9. Damit erfüllt das Nürnberger Land die Vorgaben des Infektionsschutzgesetzes und der Corona-Verordnung des Freistaats für Lockerungen der "Notbremse". Diese greifen ab dem übernächsten Tag, also ab Samstag. Zuvor muss das Landratsamt das Unterschreiten des Schwellenwerts noch amtlich bekanntmachen. Damit ist morgen zu rechnen.

Diese Regeln gelten

In Landkreisen mit einer Inzidenz unter 100 gelten die folgenden Regeln:

- Die nächtliche Ausgangssperre entfällt.

- Die Kontaktbeschränkung wird deutlich gelockert. Erlaubt sind Treffen von bis zu fünf Personen aus zwei Haushalten, dazugehörige Kinder unter 14 Jahren nicht mitgezählt.

- Im Einzelhandel ist "Click and Meet" auch ohne negativen Coronatest möglich.

- Die Schulen kehren in den Wechselunterricht zurück, in Kindertagesstätten wird der eingeschränkte Regelbetrieb wieder aufgenommen. Zunächst sind allerdings Pfingstferien, so dass die Schulen ohnehin geschlossen sind.

- Museen dürfen ebenso öffnen wie Freibäder – manche Kommunen haben bereits einen Saisonstart am Sonntag angekündigt.


Corona-Lockerungen: Das ändert sich am Freitag in Bayern


"Schwankungen" aufgefangen

Anders als in diesen Bereichen greift bei der Öffnung der Außengastronomie kein Automatismus, hierfür gelten zwei zusätzliche Voraussetzungen: Der Inzidenzwert muss "stabil" unter 100 liegen und das Gesundheitsministerium muss sein Okay geben. Der Landkreis hat aber bereits angekündigt, das Einverständnis aus München so schnell wie möglich einzufordern.

Mit 67,9 liegt die Sieben-Tage-Inzidenz angesichts der am Vortag gemeldeten 29 Neuinfektionen niedrig. Auch ein Sprecher des Landratsamts hatte gestern damit gerechnet, dass es eng werden könnte. Doch der Wert würde auch dann gelten, wenn er durch eine fehlerhafte Berechnung oder Probleme in der Meldekette zu erklären wäre. Das Gesundheitsministerium hatte vergangene Woche auf Nachfrage hin erklärt, dass genau deshalb ein Fünf-Tages-Zeitraum für Lockerungen vorgesehen sei; dadurch könnten "Schwankungen" aufgefangen werden.