Samstag, 14.12.2019

|

Jubiläum: 40.000. Besucherin im Karpfenmuseum

Astrid Keste vom Tauchvereins"scubuddies.e.V“ willkommen geheißen - 06.03.2015 16:20 Uhr

Astrid Keste (Mitte) wurde als 40.000. Besucherin im Neustädter „Karpfenmuseum“ willkommen geheißen. © oh


Das Buch Fischers Fritze mit Karikaturen von F. Swatosch, ein Museumsführer und die neue DVD Karpfenland Aischgrund werden sie das besondere Ereignis erinnern. Ein Jubiläum, um das man in Neustadt bewundert, vielleicht auch ein bisschen beneidet wird, besteht doch das bundesweit einmalige „Aischgründer Karpfenmuseum“, eingerichtet im einstigen Markgrafenschloss, doch erst seit Mai 2008.

Größere Museen in der Region schätzen sich schon mit 4000 bis 5000 Besuchern im Jahr glücklich. Auch wenn die Besucherzahlen letztes Jahr etwas rückläufig waren - insgesamt waren 6233 Besucher, davon waren 4067 in 149 Gruppen gekommen, gegenüber 6658 Besucher, davon 4995 Gruppenbesucher 2013 - sei man "immer noch sehr zufrieden mit der Akzeptanz des Karpfenmuseums", erklärte Silvia Pertschi. Schließlich würden die Besucher - bei den 196 (!) Führungen 2014 - ehrenamtlich betreut. Pertschi stellte fest, dass die Gruppen kleiner würden.

Auf der Suche nach Riesenwallern

Mit seiner anschaulichen Darstellung der 1250-jährigen Geschichte und Tradition der Teichwirtschaft im Aischtal hat das Museum schnell überregionale Beachtung als Ausflugsziel erlangt, das sich gut mit kulinarischen Genüssen verbindet lässt.

Auge in Auge mit dem Aischgründer im Neustädter Karpfenmuseum. © oh


So hatte auch Astrid Keste die Visite der acht Mitglieder des Tauchvereins"scubuddies.e.V." organisiert. Nach allem Wissenswerten über die Karpfen sowie das Leben in und um die über 7000 Weiher im Aischgrund - vermittelt von Hans Pflaumer und an einem imposanten multimedialen Diorama mit den Stimmen der Tierwelt - ging es zum Karpfenessen in den Brauereigasthof „Kohlenmühle“.

Die Gäste tauchen zwar nicht in Karpfenweihern, aber durchaus auch in heimischen Baggerseen und hin und wieder im Main - Donau- Kanal, wenn er für die Schifffahrt gesperrt ist; dort auf der Suche nach einem der über zweieinhalb Meter großen Riesenwaller. Da der Kanal eine sehr gute (Trink-) Wasserqualität hat, gedeihen dort auch Muscheln und Krebse. „Da haben wir dann auch wieder die Verbindung zum Karpfenteich“, meinte die Wissenschaftliche Mitarbeiterin im Museum, Silvia Pertschi, das mit seinen Exponaten, Bildern und Schrifttafeln die Informationsbrücke von den mittelalterlichen Klöstern bis in die Gegenwart schlägt.

Sie bereitet gerade eine weitere Attraktion im „Alten Schloss“ vor, in dem die Markgrafengeschichte wieder lebendig werden und auch für die Museumspädagogik Platz geschaffen wird. Die Kreisstadt weiß das „Juwel Karpfenmuseum“ sehr zu schätzen, das insbesondere dem Tagestourismus zu bemerkenswertem Aufschwung verholfen hat. Im zweiten Bauabschnitt 2011 um ein großes Aquarium sowie Kulinarik, Kunst und Kuriositäten rund um den Aischgründer erweitert, ist das „Karpfenmuseum“ jeden Samstag 10.30 bis 13 Uhr und Sonntag 14 bis 17 Uhr, ferner dienstags 19 bis 21 Uhr und mittwochs von 14 bis 17 Uhr geöffnet.

Gruppenbesuche können auch außerhalb dieser Zeiten im Touristikbüro der Stadt (09161/66614) oder mit der Vorsitzenden des Geschichts- und Heimatvereins, Carola Kabelitz (09161/9512), vereinbart werden.

Harald J. Munzinger

Seite drucken

Seite versenden



Um selbst einen Kommentar abgeben oder empfehlen zu können, müssen Sie sich einloggen oder sich zuvor registrieren

Ihr Kommentar

Ihr Kommentar:

Bitte beachten Sie unsere Netiquette.

weitere Meldungen aus dem Ressort: Region