Kalenderblatt: Nürnberg im April 1971

30.4.2021, 07:25 Uhr
Am Abend schmerzte das Genick, so spannend die große Schau der kleinen Modelle.
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19. Mai 1971: Große Schau der Luftflotte en miniature

Wie überdimensionale Wespen surrten am Wochenende 50 Modellflugzeuge über dem Feuchter US-Flugfeld, drehten kunstvolle Loopings und rasten mit der Geschwindigkeit eines Rennwagens über die Köpfe der verdutzten Zuschauer hinweg. Hier geht es zum Kalenderblatt vom 19. Mai 1971: Große Schau der Luftflotte en miniature © NN

Stadtrat Hübner, Abgeordneter Langenberger, die FDP-Politiker Rösler und Hürner sowie die Vorsitzenden der JU, Dickmann und Lösch, gaben gute Wünsche auf den Weg.
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30. April 1971: Schule und die Anti-Babypille

1.387 Jugendliche (von 32.500 Wahlberechtigten) wählten den ersten Nürnberger Jugendrat. Stadtrat Hübner, Abgeordneter Langenberger, die FDP-Politiker Rösler und Hürner sowie die Vorsitzenden der JU, Dickmann und Lösch, gaben gute Wünsche auf den Weg. Hier geht es zum Kalenderblatt vom 30. April 1971:  Schule und die Anti-Babypille. © NN

Gliederpuppen von Oskar Schlemmer.
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29. April 1971: Künstler – Theorie – Werk

Gliederpuppen von Oskar Schlemmer. Hier geht es zum Kalenderblatt vom 29. April 1971: Künstler – Theorie – Werk.  © Ulrich

Etwa 1000 Kubikmeter Steine und Geröll stürzten in den Stadtgraben, nachdem die Mauer zwischen zwei Pfeilern nachgegeben hatte. Unser Bild, vom Stadtgraben aus zum Maxtorgraben hin aufgenommen, gibt einen Eindruck vom Ausmaß des Unglücks.
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28. April 1971: Stadtmauer stürzte in die Tiefe

Etwa 1000 Kubikmeter Steine und Geröll stürzten in den Stadtgraben, nachdem die Mauer zwischen zwei Pfeilern nachgegeben hatte. Unser Bild, vom Stadtgraben aus zum Maxtorgraben hin aufgenommen, gibt einen Eindruck vom Ausmaß des Unglücks. Hier geht es zum Kalenderblatt vom 28. April 1971: Stadtmauer stürzte in die Tiefe. © Bauer

Länger als in Duisburg: das Hauptbecken der Nürnberger Anlage, in dem die Delphine genügend Anlauf für ihre Sprünge nehmen können.
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27. April 1971: Delphine gehören in das Baufach

"Zu einem Neubau gehört der gesamte Herstellungsaufwand einschließlich der Erstausstattung." So steht es in den "allgemeinen finanzwirtschaftlichen Bestimmungen der Stadt Nürnberg". Hier geht es zum Artikel: 27. April 1971: Delphine gehören in das Baufach. © Contino

In der Kirche von Eltersdorf warben Häftlinge mit Schuberts
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26. April 1971: Einmalig: Chor der Gefangenen

Weit mehr Christen als sonst fanden sich gestern zum Gottesdienst in der katholischen Kirche von Eltersdorf ein. Sie wollten den Gefangenenchor hören und sehen. Hier geht es zum Artikel: 26. April 1971: Einmalig: Chor der Gefangenen. © NN

Ein Mann, der die Welt umarmen könnte und dem die Herzen entgegenflogen - Peter Alexander hier bei einem Auftritt in Nürnberg im März 1969.
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25. April 1971: Den Schalk im Nacken

Als Peter Alexander in der vollbesetzten Nürnberger Meistersingerhalle mit gläubiger Inbrunst seinen Hit „Hier ist ein Mensch – öffne die Tür“ sang, konnte man wirklich annehmen, daß er simpel genug sei, dem besagten Menschen auch die Tür seines Tessiner Traumheims zu öffnen. Hier geht es zum Kalenderblatt vom 25. April 1971: Den Schalk im Nacken. © Ranke

Das Rathaus-Modell an der Theresienstraße, wie es die Stadträte gestern zu sehen bekamen. Baureferent Otto Peter Görl schränkte ein: nur eine Studie, die die Baumassen veranschaulicht.
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24. April 1971: Ratlos vor den jüngsten Rathaus-Plänen

Was der Stadtrat ohnehin schon seit langer Zeit weiß, hat er sich gestern abermals bestätigt: Nürnberg braucht ein leistungsfähiges Rechenzentrum. Hier geht es zum Kalenderblatt vom 24. April 1971: Ratlos vor den jüngsten Rathaus-Plänen. © Kammler

Das neu eröffnete Gästehaus im Lug-ins-Land-Turm.
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23. April 1971: Unterkunft für kleine Burgherren

Das neu eröffnete Gästehaus im Lug-ins-Land-Turm. Hier geht es zum Kalenderblatt vom 23. April 1971. © Ulrich

Der Favorit des Baureferenten: das Modell mit dem Schalen-Dach. Durch weitere Überarbeitung soll sein Preis noch gedrückt werden.
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22. April 1971: Das 20 Millionen DM-Wagnis

Der Favorit des Baureferenten: das Modell mit dem Schalen-Dach. Durch weitere Überarbeitung soll sein Preis noch gedrückt werden. Hier geht es zum Kalenderblatt vom 22. April 1971.  © NN

Trauungszeremonie mit
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21. April 1971: Hochzeitsmarsch fällt aus

Trauungszeremonie mit „Treulich geführt“ oder Händels „Largo“? Hier geht es zum Kalenderblatt vom 21. April 1971: Hochzeitsmarsch fällt aus © NN

Damit es nicht ständig tropft, haben die Bewohner Plastiktüten unter die Decke ihrer Unterkunft geklebt.
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20. April 1971: Kochplatten ersetzten defekte Heizung

Vor einem Jahr berichteten die NN in einer Reportagen-Serie darüber, wie Gastarbeiter in Nürnberg leben. Wir schilderten, wie sie wohnen, wie sie ihre Freizeit gestalten und ob sie Kontakt zur Bevölkerung haben. Heute ist die Gastarbeiter-Frage aktueller denn je – und geändert hat sich nichts oder fast nichts. Hier geht es zum Artikel: 20. April 1971: Kochplatten ersetzten defekte Heizung. © Contino

Das offizielle Dürer-Plakat 1928.
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19. April 1971: Zum Auftakt gab es eine Panne

Das offizielle Dürer-Plakat 1928. Hier geht es zum Kalenderblatt vom 19. April 1971: Zum Auftakt gab es eine Panne. © NN

Weiter von der Autobahn entfernt, als man es in München wahrhaben will: der Birkensee.
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18. April 1971: Neue Schlote am Birkensee

 In Münchener Ministerien hat man plötzlich ein Herz für die Nürnberger entdeckt. Hier geht es zum Kalenderblatt vom 18. April 1971: Neue Schlote am Birkensee. © Kammler

Die große Ernte beginnt zwar erst voraussichtlich in einer Woche. Aber unter der schützenden Plastikfolie ist im Knoblauchsland der Spargel so weit gediehen, daß er gestochen werden kann.
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17. April 1971: Den ersten Spargel bereits gestochen

Die Nürnberger dürfen sich heuer berechtigte Hoffnungen auf einen frühzeitigen Beginn der Spargel-Kur machen. Ein Abstecher ins Knoblauchsland zeigt: um die begehrten Schößlinge ist es in diesem Jahr nicht schlecht bestellt. Hier geht es zum Kalenderblatt vom 17. April 1971: Den ersten Spargel bereits gestochen. © Contino

Statt Daunen gibt's in der Ausnüchterungszeile nur eine hölzerne Pritsche.
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16. April 1971: Übernachtungen gibt es ohne Frühstück

Übernachtungen gibt es hier nur ohne Frühstück. Für 10 DM. Und auch nicht für jeden. Nur 238 Personen hatten im vergangenen Jahr das zweifelhafte Vergnügen. Hier geht es zum Kalenderblatt vom 16. April 1971: Übernachtungen gibt es ohne Frühstück © Kammler

Hier gehören Autowracks hin – nicht auf Straßen und Plätze oder in den Wald.
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15. April 1971: Stadt droht ein Müllplatz zu werden

Nürnberg droht ein Schuttabladeplatz für ausgediente Autos zu werden. Immer mehr Zeitgenossen bugsieren ihren fahrbaren Untersatz in irgendein Gehölz oder auf irgendeinen Platz, lassen ihn auf einer Straße oder sogar vor dem eigenen Haus stehen und kümmern sich fortan nicht mehr um das Vehikel. Hier geht es zum Kalenderblatt vom 15. April 1971: Stadt droht ein Müllplatz zu werden © Ranke

Barthel Thomas
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14. April 1971: Barthel Thomas will den Club in die Bundesliga bringen

Eigentlich sollte er schon im Frühjahr 1969 zum 1. FC Nürnberg kommen, aber es wurde dann doch 1. April 1970 bis er seine Zelte in der Noris aufschlug. Eigentlich war er als Nachwuchstrainer angestellt worden, der sich intensiv um den Aufbau einer schlagkräftigen Jugend- und Amateurabteilung kümmern sollte, aber die Verhältnisse waren eben nicht so, dass Barthel Thomas im Stillen seiner Arbeit nachgehen konnte. Hier geht es zum Kalenderblatt vom 14. April 1971: Barthel Thomas will den Club in die Bundesliga bringen © Rzehaczek

Durch Wald und Flur marschieren die Jedermann-Wanderer an jedem Wochenende. Die Freude am Wandern treibt sie hinaus.
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13. April 1971: Flucht vor Phonzahlen und Autoabgasen

„Retour à la nature“ – „Zurück zur Natur“. Beinahe zwei Jahrhunderte nach dem Tod des französischen Philosophen Jean Jacques Rousseau, von dem dieser Ausspruch stammt, entdecken die Nürnberger Wälder und Wiesen wieder. Hier geht es zum Kalenderblatt vom 13. April 1971: Flucht vor Phonzahlen und Autoabgasen. © NN

Die Pop-Gruppe
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12. April 1971: Suche nach dem deutschen Blues

Melodisch schlägt der Kuckuck, Markenzeichen der Schallplattenfirma, am Ende der neuen LP der Nürnberger Gruppe „Ihre Kinder“ zum Zeichen, daß er wieder ein unausgebrütetes Pop-Ei gelegt hat. Hier geht es zum Artikel: 12. April 1971: Suche nach dem deutschen Blues.

Eine Attraktion für viele Schaulustige vor allem an den Wochenenden: das erste Hafenwasser in Nürnberg. Jede Woche klettert der Wasserspiegel jetzt um sieben Zentimeter an den Kaimauern der Becken und der zweieinhalb Kilometer langen Kanalstrecke empor. Im Hintergrund streckt sich wuchtig und massiv die neue Brücke, die Maiach mit der Gartenstadt verbindet.
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11. April 1971: Der Hafen Nürnberg wird mit Wasser befüllt

Eine Attraktion für viele Schaulustige vor allem an den Wochenenden: das erste Hafenwasser in Nürnberg. Jede Woche klettert der Wasserspiegel jetzt um sieben Zentimeter an den Kaimauern der Becken und der zweieinhalb Kilometer langen Kanalstrecke empor. Im Hintergrund streckt sich wuchtig und massiv die neue Brücke, die Maiach mit der Gartenstadt verbindet. Hier geht es zum Kalenderblatt vom 11. April 1971: Der Hafen Nürnberg wird mit Wasser befüllt © Contino

Zwei Stunden und länger müssen Nürnbergs Patienten oft in den Wartezimmern der Ärzte verbringen. Bessere Organisation könnte dies vermeiden helfen.
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10. April 1971: Stundenlanges Warten auf den Doktor

Zwei Stunden und länger müssen Nürnbergs Patienten oft in den Wartezimmern der Ärzte verbringen. Bessere Organisation könnte dies vermeiden helfen. Hier geht es zum Kalenderblatt vom 10. April 1971: Stundenlanges Warten auf den Doktor.  © Jules Stauber

Vor dem Start ein Blick auf die Karte: Hansferdinand Hofmann und Michael Herbst vom ADAC, Pilot Erich Bumiller und Polizeiamtsrat Johann Petraschek (von links).
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9. April 1971: Der Verkehr wird im Flug beobachtet

Vor dem Start ein Blick auf die Karte: Hansferdinand Hofmann und Michael Herbst vom ADAC, Pilot Erich Bumiller und Polizeiamtsrat Johann Petraschek (von links). Hier geht es zum Kalenderblatt vom 9. April 1971: Der Verkehr wird im Flug beobachtet  © NN

In 200 Fässern, die als Leergut deklariert waren, wurden 10 000 Liter 97prozentiger Alkohol aus der DDR nach Nürnberg geschmuggelt. Die Zollfahnder beschlagnahmten die gesamte Ladung.
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8. April 1971: 80 Kilo Sprengstoff in Pkw-Türen

In 200 Fässern, die als Leergut deklariert waren, wurden 10.000 Liter 97prozentiger Alkohol aus der DDR nach Nürnberg geschmuggelt. Die Zollfahnder beschlagnahmten die gesamte Ladung. Hier geht es zum Artikel vom 8. April 1971: 80 Kilo Sprengstoff in Pkw-Türen © NN

Von links die Professoren Kurt Bittel (1 – neuer Kanzler des Ordens und Archäologe aus Berlin), Hans Wimmer (2 – Maler und Bildhauer), Hans Rothfels (3 – Historiker), Karl Ziegler (4 – Chemiker), Hans Kienle (5 – Astronom), Adolf Butenandt (6 – Präsident der Max-Planck-Gesellschaft), Wolfgang Schadewaldt (7 – Klassische Philologie), Gerhard von Rath (8 – Theologie), Theodor Eschenburg (9 – Politologe), Werner Heisenberg (10 – Physiker), Walter Gerlach (11 – Physiker), Franz Wienacker (12 – Jurist) und Rudolf Hillebrecht (13).
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7. April 1971: Geistesgrößen waren in Nürnberg zu Gast

Die höchsten Repräsentanten des Geisteslebens in der Bundesrepublik, die Mitglieder des Ordens pour le mérite, waren zwei Tage lang in Nürnberg zu Gast. Anlaß ihrer Tagung war das Dürer-Jahr. Anläßlich des Todestages des Meisters (6. April 1528) legten sie auf dessen Grab am Johannisfriedhof einen Kranz nieder. Hier geht es zum Kalenderblatt vom 7. April 1971: Geistesgrößen waren in Nürnberg zu Gast © NN

Das sind die „Grotten-Flitzer“, in denen gestern auf Menschengewicht gefüllte Sandsäcke zu einer Geisterfahrt starteten.
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6. April 1971: Die Maß für drei Mark

In drei Tagen beginnt das Frühlingsfest 1971 am Dutzendteich. 160 Fahr- und Spielgeschäfte, Belustigungsunternehmen, Hähnchen- und Fischbratereien sind bereits am Volksfestplatz aufgefahren. Hier geht es zum Kalenderblatt vom 6. April 1971: Die Maß für drei Mark. © NN

Bei der Eröffnung der Informationsschau „Wer baut was in und um Nürnberg“ in den Räumen der ehemaligen Bayerischen Staatsbank in Nürnberg (von re.): Peter Ludwig, Direktor der Hauptniederlassung Nürnberg der Bayerischen Vereinsbank; Hans Batz, SPD-Bundestagsabgeordneter; W. Brand, Leiter der Bezirksdirektion Bayern-Nord der Heimstatt Bauspar AG und Otto Aubele von der Hauptabteilung Marketing der Heimstatt in München.
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5. April 1971: Wer baut was in Nürnberg?

Wer im Großraum Nürnberg ein Reihenhaus, einen Bungalow oder eine Eigentumswohnung kaufen will, sollte sich vorher vielleicht die Informationsschau "Wer baut was in und um Nürnberg", die gegenwärtig in der Schalterhalle der Bayerischen Staatsbank Nürnberg gezeigt wird, anschauen. Hier geht es zum Artikel: 5. April 1971: Wer baut was in Nürnberg? © Fischer

Sperren – nur in einer Richtung begehbar.
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4. April 1971: Redet die Bundesbahn vom Fahrplan?

Während die Aufnahme des S-Bahn-Verkehrs in München in greifbare Nähe gerückt ist und in vielen Städten eifrig an der Einrichtung dieses Rettungsmittels aus der immer katastrophaler werdenden Verkehrsnot gebaut wird, ist man in Nürnberg allenthalben noch beim Planen. Hier geht es zum Kalenderblatt vom 4. April 1971: Redet die Bundesbahn vom Fahrplan? © Contino

Das Foyer von Noricama in der Kaiserstallung.
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3. April 1971: 3.000 Besucher am ersten Tag

"Hast du vielleicht noch nie einen Hasen mit O-Beinen gesehen?" – fragte die Dame ihren Begleiter und eröffnete damit gestern Vormittag im Dürer-Haus die Diskussion um den großen Meister. Dabei ist dieser Hase, der da im ersten Stock hängt, gar nicht von Dürer, sondern von einem seiner vielen Bewunderer und Kopisten. Hier geht es zum Artikel vom 3. April 1971: 3.000 Besucher am ersten Tag © Contino

Der vierte Vorschlag: die hochgelegte Bayernstraße überspannt die Bahngleise und die Herzogstraße. Diese Lösung setzt voraus, daß die Langwassertrasse an Bedeutung gewinnt und die Regensburger Straße durch die Südosttangente so entlastet wird, daß sie durchschnitten werden kann.
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2. April 1971: Platz für Autos und die Hochschule

In einigen Jahren erkennen die Nürnberger die Straßenlandschaft beim Dutzendteich bestimmt nicht wieder. Der Knotenpunkt Regensburger/Bayernstraße mit der nahegelegenen Eisenbahnlinie muß voraussichtlich ab 1976 seiner künftigen Bedeutung im Ringsystem entsprechend ausgebaut werden. Hier geht es zum Artikel: 2. April 1971: Platz für Autos und die Hochschule © Contino