Donnerstag, 23.01.2020

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Kanonendonner in Grafenwöhr: Nato übt mit Artillerie

Bei der Übung Dynamic Front II trainierten 1400 Soldaten mit 40 Geschützen - 11.03.2017 13:59 Uhr

Mit 40 Geschützen und mehreren Hubschraubern trainierten die Teilnehmer der Nato-Übung Dynamic Front II auf dem Truppenübungsplatz Grafenwöhr - hier mit einer M777 Howitzer. © U.S. Army/ Gertrud Zach


Das Sicherheitsumfeld in Europa habe sich in den vergangenen Jahren stark gewandelt, heißt es in einer Verlautbarung der US-Armee. Vor diesem Hintergrund gewinne die Artillerie wieder an Bedeutung. Sie wurde nach dem Ende des Kalten Kriegs stark reduziert. Keine Nation werde ihre Streitkräfte mehr alleine einsetzen, Multinationalität sei die Zukunft und müsse geübt werden.

Die Truppen trainierten Abläufe und Verfahren "zur Feuerunterstützung der Kampftruppe". Für die Zusammenarbeit wurde eine neue Software, das Artillery Systems Cooperation Activities (ASCA), verwendet. ASCA ermöglicht es den Teilnehmern, digital miteinander zu kommunizieren, indem die verschiedenen Systeme verbunden werden. Damit wird ein gemeinsames Lagebild von der Korpsebene bis zur "Schießenden Batterie" geschaffen.

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"Dynamic Front II": US-Army schießt in Grafenwöhr aus allen Rohren

Die Artillerie gewinnt nach Jahren wieder an Bedeutung. Rund 1400 Teilnehmer aus neun Nato-Staaten haben deshalb zwei Wochen lang auf dem Truppenübungsplatz Grafenwöhr unter der Regie des 7th U.S. Army Training Command das Zusammenwirken ihrer Artillerie trainiert und gemeinsame Verfahren erarbeitet. Titel der Übung: Dynamic Front II.


Schnelle Eingreiftruppe

Für Dynamic Front II wurden auch die Stützpunkte Ramstein in Rheinland-Pfalz, Otterburn in Großbritannien und Fort Bragg in den USA digital eingebunden. In Fort Bragg ist die 82nd Airborne Division, die Schnelle Eingreiftruppe der USA, stationiert. Deren Divisionsartillerie stellt in Grafenwöhr die Operationszentrale der Übung. "Im Einsatz sind wir das Force Field Artillery Headquarters. Unsere Aufgabe ist dann, die multinationalen Artillerieeinheiten zu organisieren und Feuerunterstützung für eine Alliierte Schnelle Eingreiftruppe zu leisten", so Operationsoffizier Major Charlie Brown. Sein Kommandeur, Oberst Joe Hilbert, ergänzt: "Für mich ist es perfekt, dass wir das Hauptquartier für die Übung stellen, denn das ist genau das, was wir im Einsatz machen würden."

Weitere Teilnehmerstaaten waren Frankreich, Großbritannien, Italien, Litauen, Rumänien, Tschechien und die Türkei. Deutschland beteiligte sich mit rund 600 Soldaten des Artilleriebataillons 131 aus Weiden in der Oberpfalz. Soldaten aus Belgien, Dänemark, Estland, Kanada, Lettland, Niederlande, Norwegen, Polen, Portugal und Spanien nahmen als Beobachter teil.

Neben der Gefechtsstandsübung wurde auch vier Tage lang auf dem Truppenübungsplatz Grafenwöhr mit 40 Geschützen und mehreren Hubschaubern scharf geschossen. Das 7th U.S. Army Training Command (7ATC) hatte 33 Politiker und Behördenvertreter der anliegenden Gemeinden eingeladen, sich selbst ein Bild von Übung zu machen.

Die Politiker hätten Verständnis für die Lärmbelästigung entwickelt, resümiert die Army. Brigadegeneral Antonio Aguto, Kommandeur des 7ATC, bedankte sich: "Ihre Gastfreundschaft ist der entscheidende Schlüssel."

hpr

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