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Kommentar: Max-Morlock-Stadion sollte bleiben

Identität ist nicht in Zahlen zu messen - 25.02.2020 12:53 Uhr

Das Nürnberger Stadion sollte seinen Namen behalten, findet unser Autor Timo Schickler. © dpa


Als Christian Vogel kürzlich ein Bild des Nürnberger Opernhauses postet, schreibt ein Clubfan darunter: "Niemand würde auf die Idee kommen, hier den Namen zu verkaufen." Ja, ein "Opernhaus sponsored by Leoni" oder eine "Datev-Oper" wird es nie geben. Da stößt es Sportfans sauer auf, wenn das beim Namen des Nürnberger Stadions anders ist. Das heißt seit 2017 Max-Morlock-Stadion. Die Fans kämpfen dafür, dass das so bleibt. Ein neuer Sponsor muss nicht her, sagen sie. Sie fordern, dass die Stadt zum Max-Morlock-Stadion steht – und lieber auf die Einnahmen aus dem Namen verzichtet.

Identifikation lässt sich nicht beziffern

Das dadurch entstehende Minus, sagt die Stadt oft, bleibe am Steuerzahler hängen. Aber das gilt für Kosten, die durch Kultur entstehen, ja genauso. Identität ist mehr wert, die Identifikation mit einer Nürnberger Fußballgröße wie Max Morlock ist nicht in Zahlen zu messen. Zwar hat das Crowdfunding 2017 nicht die Summe gebracht, die die Consorsbank haben wollte. Aber nur, weil mittelständische Unternehmen nicht mitzogen. Die Zahl der Einzelspenden war riesig, 330.000 Euro kamen zusammen.

Bei vielen Fans und Nürnbergern kam die Entscheidung, das Stadion nach Max Morlock zu nennen, gut an. Jetzt darf die Stadt gerne einen Schritt weitergehen - und den Namen behalten, unabhängig von einem Sponsor.

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