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Einjähriger Plakatiermarathon nervt viele Bürger in Bayern

Tausende von Werbeanzeigen in großen Städten - Viele Bußgeldverfahren nach der Wahl - 13.03.2014 08:08 Uhr

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Gesichter für den Stadtrat: Nürnberg, deine Wahlplakate

Der Kommunalwahlkampf geht in den Endspurt. Nur noch wenige Tage sind es bis zum Urnengang. Das heißt auch: Die Wahlplakate werden bald abgehangen. Hier eine Auswahl aus der Stadt Nürnberg.


Seit Monaten sind Werbesprüche und Gesichter von Politikern an Straßenrändern in Bayern sehen – und ein Ende ist noch längst nicht in Sicht. Im vergangenen Sommer fing es an, von Aschaffenburg bis Passau wurden Millionen von Wahlplakate an die Straßen gestellt. Bis zu der Europawahl Ende Mai wird es somit eine fast einjährige Wahl-Dauerplakatierung geben. Viele Menschen nervt das.

Besonders schlimm ist die Lage in München, wo zusätzlich noch einmal 13.000 Plakate zum Olympia-Bürgerentscheid im November aufgestellt wurden. Insgesamt rund 160.000 Plakataushänge genehmigte die Landeshauptstadt seit Beginn des Wahlkampfs zur Landtags- und Bundestagswahl im Juni. Derzeit kommen neue Plakate für die Europawahl hinzu: Rund 25.000 Plakate sind dafür bisher genehmigt worden.

Wie viele Plakate angebracht werden dürfen, ab wann und wo genau, das regelt jede Kommune selbst.

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Bildervielfalt: Die Wahlplakate zur Kommunalwahl

Bayern wählt, und zwar bei den Kommunalwahlen am 16. März. Auch in Nürnberg werben die kandidierenden Parteien auf Plakaten in der ganzen Stadt für sich und ihre jeweiligen Vertreter. Die Motive sind so bunt und vielfältig wie die kommunalpolitische Landschaft.


Das Hauptproblem, so Daniela Schlegel vom Münchner Kreisverwaltungsreferat, besteht jedoch nicht in der Anzahl der Plakate, sondern dass sie nicht rechtzeitig abmontiert werden. „Gegen fast alle Parteien ist nach den Wahlen im September ein Bußgeldverfahren eingeleitet worden, weil sie die Frist von zwei Wochen nicht einhielten“, sagt sie. Vereinzelt gebe es auch Beschwerden von Bürgern aus ästhetischen Gründen oder wegen Sicherheitsbedenken. „In Fällen, in denen die Wahlwerbung den Straßenverkehr behindert oder gefährdet, reagieren die Parteien meist schnell und beseitigen das Problem“, erklärt Schlegel.

Ein bei Bürgern beliebtes Mittel, um das Stadtbild zu schonen, ist das Aufstellen von gemeinsamen Plakatwänden. Im unterfränkischen Ochsenfurt etwa einigten sich die Stadtratsfraktionen schon in den 1990er Jahren darauf, nur an diesen Stellwänden Plakate aufzuhängen. Auf den rund 25 Wänden im Stadtgebiet darf jede Partei gleich viele Plakate anbringen.

Auch im oberfränkischen Coburg haben die Parteien bei der Plakatierung das Stadtbild im Blick. CSU, SPD und die Wählergemeinschaft Pro Coburg plakatierten vor der Kommunalwahl ausschließlich auf Plakatsäulen und verzichten auf weitere Aushänge in der Fußgängerzone. Die Coburger Grünen entschieden sich nun, freiwillig auch die Anzahl ihrer Plakate zu reduzieren.


In unserem nordbayern.de-Wahl-Special erfahren Sie alles über Ihre Bürgermeister- und Landtagskandidaten in Ihrer Region. Zudem halten wir Sie auf dieser Seite vor, während und nach der Wahl am 16. März immer auf dem aktuellen Stand. 

Anna Mirecki, dpa

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