Kulturhauptstadt Nürnberg? Zwölf Dinge, die man wissen muss

1.10.2019, 12:08 Uhr
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Das "Bidbuch" für die Bewerbung zur Kulturhauptstadt, dahinter von links Prof. Dr. Hans-Joachim Wagner (Leiter des Bewerbungsbüros), Kulturreferentin Julia Lehner und Nürnbergs OB Ulrich Maly. © Edgar Pfrogner, NNZ

1. Kulturhauptstadt Europas ist ein Titel, den die Europäische Union seit 1985 vergibt. Er gilt immer für ein Jahr.

2. Jedes Jahr gibt es zwei Kulturhauptstädte: Eine aus einem neuen Mitgliedsland, eine aus einem alten Mitgliedsland. 2025 sind Deutschland und Slowenien an der Reihe.

3. Bewerben kann sich nur eine Stadt, keine Region. Dennoch kann die Stadt ihr Umland in die Bewerbung einbeziehen, so wie das auch Nürnberg plant.

4. Um den Titel für 2025 bewerben sich acht deutsche Städte: Chemnitz, Dresden, Gera, Hannover, Hildesheim, Magdeburg, Nürnberg und Zittau. Die Bewerbungsfrist endete am 30. September.

5. Die praktische Organisation des nationalen Auswahlverfahrens für die deutsche Kulturhauptstadt Europas 2025 führt die Kulturstiftung der Länder im Auftrag der Kultusministerkonferenz durch.

6. Im Dezember werden sich alle Bewerber bei der internationalen zwölfköpfigen Jury, die bis dahin die Bewerbungen eingehend gesichtet hat, in Berlin präsentieren. Am 12. Dezember soll verkündet werden, welche der vermutlich drei Städte in die zweite Runde des Bewerbungsprozesses kommen.

7. Die Städte auf dieser sogenannten Shortlist müssen ihre Bewerbung dann bis Sommer 2020 überarbeiten, präzisieren und sich im Herbst 2020 erneut vor der Jury präsentieren.

8. Die endgültige Entscheidung, wer den Titel erhält, fällt Ende 2020.

9. Wie die Mitbewerber, hat auch Nürnberg ein Kulturhauptstadtbüro eingerichtet. Es wird von Hans-Joachim Wagner geleitet und liegt in der Spitalgasse 1. Geöffnet ist dienstags und freitags von 10 bis 12 Uhr sowie mittwochs von 14 bis 16 Uhr.

10. In den Bewerbungsprozess investiert die Stadt Nürnberg rund fünf Millionen Euro.

11. Bekommt Nürnberg den Zuschlag, wird mit einem Gesamtvolumen von 85 Millionen Euro gerechnet. 30 Millionen hat der Freistaat zugesichert, 30 Millionen kommen von der Stadt. Rund 20 Millionen, so die Planung, steuert der Bund bei, den Rest Partner aus der Region und Sponsoren.

12. Die letzte deutsche Kulturhauptstadt war Essen im Jahr 2010.

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