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Bund Naturschutz spricht sich gegen Stromtrasse aus

Regionale Energie als Alternative - 19.02.2014 18:06 Uhr

Der Bund Naturschutz im Nürnberger Land lehnt die Stromtrasse strikt ab. © dpa


Für eine dezentrale Energiewende sei sie nicht nötig, stattdessen würde sie dem weiteren Betrieb von Kohlekraftwerken zuarbeiten. „Wir lehnen die Leitung grundsätzlich ab und dabei ist es egal, welche Trasse derzeit favorisiert wird. Wir fordern den Ausstieg aus der Atomenergie und den Ausstieg aus der Kohleverstromung für den Klimaschutz“, schreibt der Bund Naturschutz in einer Pressemitteilung.

Eine Energiewende hin zum Energiesparen und hin zum Ausbau der Erneuerbaren Energie müsse dezentral erfolgen, auch in Bayern. Eine zentrale Stromautobahn zur Unterstützung der Kohleverstromung für die Profite der großen Stromkonzerne gehe nicht an, so Heide Frobel, die BN-Kreisvorsitzende.

Druck auf Seehofer

Ihrer Ansicht nach sollten alle Gegner der Trasse an einem Strang ziehen, ein Sankt-Florians-Prinzip helfe nicht weiter. Es dürfe auch nicht sein, dass der Schutz von Mensch und Natur gegeneinander ausgespielt wird. „Stattdessen sollte der Druck auf Ministerpräsident Seehofer verstärkt werden, seine Blockade des Windkraftausbaus zu beenden“, sagt Frobel.

Sollten neue Starkstromtrassen und „Höchstspannungsleitungen“ gebaut werden, dann müsse durch Offenlegung aller Berechnungsgrundlagen klar ersichtlich sein, dass diese für den Atomausstieg, für den Klimaschutz und für eine dezentrale Energiewende in Bayern vor Ort notwendig sind.

Analysen des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung in Berlin und von Professor Lorenz Jarass, Universität Wiesbaden zeigen, nach Meinung des BN, dass diese Trasse nicht wirklich benötigt werde.

Energiesparen als Kernpunkt

Der BN habe bereits 2011 beschrieben, wie die Stabilisierung der Stromnetze bei einer Versorgung aus Erneuerbaren Energien gestaltet werden könnte. Kernpunkte sind Energiesparen und der Umbau unserer Heizungen auf Kraftwärmekopplung und Blockheizkraftwerke.

Doch das FDP-geführte Bundeswirtschaftsministerium und die Bundesnetzagentur hatten die BUND-Forderung nach alternativen dezentralen Energiekon­zepten stets abgelehnt. Der BN habe daher wiederholt die Netzentwicklungspläne 2012 und 2013 kritisiert und dann auch den im Bundesbedarfsplanungsgesetz und Netzausbaubeschleunigungsgesetz von 2013 festgelegten Netzausbau abgelehnt und sogar eine Beschwerde bei der EU eingereicht. 

pz

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