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Corona-Ausbruch in Schnaittacher Altenheim

Es gilt nun mindestens 10 Tage Besuchsverbot - 02.12.2020 14:46 Uhr

Am Sonntag war ein Coronafall in dem Pflegeheim in der Schulstraße in Schnaittach bekannt geworden, seitdem wurden durch Schnelltests 14 Bewohner und zehn Mitarbeiter positiv getestet. Die PCR-Testergebnisse stehen noch aus. Die infizierten Bewohner zeigen keine Symptome, sagt die Heimleitung.

02.12.2020 © Udo Schuster


Der erste Fall war am Wochenende bekannt geworden, nachdem ein Heimbewohner am Freitag nach einem Sturz ins Krankenhaus kam und dort routinemäßig getestet wurde. Daraufhin wurden in Absprache mit dem Gesundheitsamt am Montag alle 78 Bewohner und das komplette Personal, 65 Mitarbeiter, getestet.


Hier geht es zu den aktuellen Entwicklungen rund um Corona.


Bei den Schnelltests kam heraus, dass laut Einrichtungsleitung 14 Bewohner und zehn Mitarbeiter infiziert sind: "Alle unsere Bewohner sind momentan symptomlos. Wir hoffen, dass wir es frühzeitig erkannt haben."

Positiv getestete Mitarbeiter im Einsatz

Diejenigen, die per Schnelltest positiv getestet wurden, wurden isoliert. Bei ihnen wurden zur Überprüfung PCR-Tests gemacht, deren Ergebnis noch aussteht. Betreut werden sie von ebenfalls positiv getesteten Mitarbeitern, solange diese keine Symptome zeigen, so Rolf List, Sprecher des Landratsamts zur Pegnitz-Zeitung.

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Für das Altenheim gilt nun mindestens zehn Tage lang ein Besuchsverbot. Nun werden im Drei-Tages-Rhythmus auch die anderen Bewohner getestet, um festzustellen, ob sich noch jemand infiziert hat.
Schnaittachs Bürgermeister Frank Pitterlein hat sich am Montag vorsorglich in Quarantäne begeben. Er hatte am Donnerstag einen Verwandten in dem Pflegeheim besucht, der am Montag per Schnelltest positiv getestet wurde. Bisher gilt Pitterlein nicht offiziell als Kontaktperson 1.

Weitere Altenheime betroffen

Das Novita-Seniorenzentrum ist nur eines von mehreren Altenheimen im Nürnberger Land, in denen seit Herbstbeginn Coronafälle aufgetreten sind. Ein Ausbruch in einer Einrichtung in Artelshofen hat mehrere Todesopfer unter den Heimbewohnern gefordert, im Pflegeheim Horänder in Winkelhaid sind bisher 15 Coronafälle aufgetreten. In weiteren Altenheimen gab es vereinzelte Fälle.

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Im Frühjahr, in der ersten Welle, waren das Konias-Altenheim in Röthenbach, das Pflegeheim bei St. Otto in Lauf sowie eine Einrichtung in Rupprechtstegen betroffen, so Sprecher Rolf List.

Drei Todesfälle im Landkreis

Indessen bleibt die Zahl der Neuinfektionen im gesamten Nürnberger Land hoch. 78 neue Fälle meldete das Landratsamt am Dienstagnachmittag, wobei mit 47 Fällen der größere Teil Nachmeldungen vom Montag sind.
Drei weitere Personen sind an den Folgen einer Infektion gestorben. Es handelt sich um eine 77-Jährige aus Röthenbach, einen 91-Jährigen aus Lauf sowie einen 84-Jährigen aus Vorra. Insgesamt sind damit bisher 56 Landkreisbewohner an den Folgen einer Infektion gestorben, elf seit Herbstbeginn.

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Unter den Neuinfektionen fällt die Häufung in Schnaittach mit 16 Fällen auf. Die meisten dürften mit dem Ausbruch im Novita-Seniorenzentrum zu tun haben. Die Mitarbeiter werden nur abgebildet, wenn sie auch in Schnaittach wohnen.

Es gibt aktuell rund 640 bekannte aktive Fälle im Nürnberger Land.Die Sieben-Tage-Inzidenz umgerechnet auf 100 000 Einwohner erreicht damit nach Angaben des Landesamts für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) 148,72.Mehrere neue Fälle gibt es auch in Lauf (9), Altdorf (8), Burgthann (7), Röthenbach und Hersbruck (je 6), Neunkirchen und Schwarzenbruck (je 4) sowie Schwaig, Feucht und Winkelhaid (je 3).

Andreas Kirchmayer

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