Mittwoch, 26.02.2020

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Gasthaus am Kunigundenberg: Abriss ist beschlossene Sache

"Schandfleck muss weg", sagt Adolf Pohl von den Freien Wählern - 23.11.2019 17:30 Uhr

Wenn der Bebauungsplan für den Kunigundenberg, auf dem grundsätzlich auch künftig eine gastronomische Nutzung möglich sein soll, gut vorankommt, könnten schon Ende nächsten Jahres die Abrissbagger anrücken und die seit acht Jahren verfallende Gastwirtschaft dem Erdboden gleichmachen. © Clemens Fischer


"Der Schandfleck muss weg, der neue Stadtrat aber sollte alle Optionen haben", meinte etwa Adolf Pohl von den Freien Wählern. "Uns ist es wichtig, nichts zu präjudizieren, wir können das eine Jahr noch abwarten und haben das Geld für die Planung im Haushalt", stellte Christian Mayer von der CSU fest. Martin Grand von den Grünen meinte: "Wichtig ist, dass etwas passiert, das interessiert die Bürger. Das Baurecht muss dabei allerdings erhalten bleiben."

"Alles kann, nichts muss."

Möglich ist dies nur, wenn vor dem Abriss ein Bebauungsplan aufgestellt wird, wie Bauamtsleiterin Annette Nürnberger erläutert. Dabei müssen in dieser Bauleitplanung noch keine konkreten Festlegungen getroffen, sondern im Sinne einer Maximalabgrenzung nur grobe Annahmen zugrunde gelegt werden. Gemäß dem Motto: "Alles kann, nichts muss."

Grundsätzlich möglich sein sollen demnach künftig auf dem Berg eine "Schank- und Speisewirtschaft mit Beherbergungsbetrieb mit bis zu 30 Zimmern und Freischankfläche (Biergarten)". Weiter eine Wohnung für Betreiber oder Personal in kleinerer Form als die Wirtschaft selbst sowie Parkplätze. Und schließlich, sehr allgemein, "Anlagen für kirchliche und kulturelle Zwecke". Aus der historischen Betrachtung heraus lasse sich diese Nutzung im Außenbereich gut begründen, glaubt Nürnberger. Auf dem Berg gibt es schon seit dem 18. Jahrhundert eine Gastwirtschaft, für den Biergarten gibt es eine Baugenehmigung und jährlich finden auf dem Reigenplatz die Festspiele zur Kunigundenkirchweih statt.

Etwa 40.000 Euro Kosten

Der Berggipfel wird dafür in zwei Sondergebiete eingeteilt. In den nordwestlichen Teil mit Ökostation und Bienenzentrum und das Sondergebiet II rund um die Kapelle mit Gaststätte, Parkplatz Biergarten und Reigenplatz.

Geschlossen stimmte der Bauausschuss dieser Bauleitplanung für den Kunigundenberg zu. Und auch dafür, dass diese Pläne von einem externen Büro realisiert werden, was geschätzt etwa 40.000 Euro kostet. Wie lange das wohl dauern wird, wollte dann ein Stadtrat noch wissen. In etwa einem Jahr sollte der Abbruch schon möglich sein, meinte Bauamtsleiterin Nürnberger.

Clemens Fischer

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