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Gläubiger geben grünes Licht: Kranbauer Tadano Faun vorerst gerettet

Zustimmung für Sanierungspläne - deutlicher Stellenabbau - 19.02.2021 14:00 Uhr

Zwar wird Personal abgebaut, aber trotzdem soll der Standort Lauf gestärkt aus dem Schutzschirmverfahren hervorgehen.

18.02.2021 © PZ-Archiv/Kirchmayer


Wie der Kranhersteller am Donnerstagabend mitteilte, war die Zustimmung beim Faun-Sanierungsplan einstimmig, beim Demag-Sanierungsplan mit 99 Prozent nahezu einstimmig. Für Jens Ennen, dem Vorsitzenden der Geschäftsführung, ist das "ein klares Mandat".

Rund fünf Monate nach Einreichung der Insolvenzanträge steht einer Restrukturierung nun nichts mehr im Weg. Vorgesehen ist unter anderem, die Produktion auf die Standorte Lauf und Zweibrücken aufzuteilen. In Mittelfranken sollen künftig Unterwagen gefertigt werden, in Rheinland-Pfalz die Oberwagen mit den Kranauslegern.

Deutlicher Stellenabbau

Auch Entlassungen gibt es: Tadano Faun baut 114 Stellen ab, in Zweibrücken fallen 392 Jobs weg. Das Unternehmen selbst spricht von einem "unvermeidbaren, zielgerichteten Personalabbau". Nach wie vor spielten aber sowohl Lauf als auch Zweibrücken "eine entscheidende Rolle, um das langfristige Ziel der Tadano-Gruppe, weltweit führender Anbieter in der Hebeindustrie zu werden, zu erreichen".

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Der börsennotierte japanische Mutterkonzern, die Tadano Limited, zu der die früheren Faun-Werke seit 1990 gehören, hatte den Zweibrückener Hersteller Terex Cranes Germany erst 2019 gekauft. Die einstige Kransparte der Demag AG firmiert inzwischen wieder unter diesem Namen: Tadano Demag GmbH.

Im Interview mit der Pegnitz-Zeitung hatte Geschäftsführer Ennen Ende Januar von Problemen durch den stark gesunkenen Rohstölpreis berichtet. Man sei nach der Übernahme "mit viel Optimismus gestartet", jedoch hänge das Geschäft stark an der Nachfrage der Erdölindustrie nach Kranen. "Die Corona-Pandemie hat ihr Übriges getan. Im gesamten Markt sind die Absatzzahlen um bis zu 30 Prozent gesunken. Das konnte kein Mensch vorhersehen, als Tadano Demag übernommen hat", so Ennen weiter.


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Andreas Sichelstiel

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