Donnerstag, 24.10.2019

|

Kaminbrand bei -18 Grad im Laufer Ortsteil Bullach

Löscharbeiten dauerten vier Stunden - Keine Verletzten - 07.01.2017 12:59 Uhr

Bei eisigen minus 18 Grad musste die Feuerwehr am Freitagabend einen Schwelbrand in einem Haus im Laufer Ortsteil Bullach löschen. © Feuerwehr Nürnberger Land


Gegen 23.30 Uhr wurden die Einsatzkräfte von Feuerwehr und Rettungsdienst am Dreikönigstag in den Laufer Ortsteil Bullach zu einem vermuteten Kaminbrand gerufen. Die besorgten Bewohner hatten im Erdgeschoß eines Einfamilienhauses Brandgeruch sowie eine leichte Rauchentwicklung festgestellt und daraufhin die Feuerwehr verständigt. Alle drei Bewohner retteten sich selbst unverletzt ins Freie.

Die alarmierten Feuerwehren aus Bullach, Neunhof, Lauf, Herpersdorf sowie Eschenau setzten umgehend mehrer Trupps mit Atemschutz zur Erkundung im Gebäude ein. Vorsorglich brachten die Feuerwehrleute auch die Drehleiter der Feuerwehr Eschenau in Stellung. Mit einer Wärmebildkamera fand die Feuerwehr im Erdgeschoß des Hauses rasch einen Schwelbrand in einer Zwischenwand zum Treppenhaus. Um an den eigentlichen Brandherd zu gelangen, entfernten beziehungsweise öffneten die Feuerwehrleute die Wandvertäfelung. In mühsamer Kleinarbeit stemmten sie mehrere Wände auf, um an das darunter liegenden Gebälk zu gelangen, das aus bislang ungeklärter Weise in Brand geraten war.

Bilderstrecke zum Thema

Schwelbrand in Lauf: Eiseskälte erschwert Löscharbeiten

Ihre Mühe hatte die Feuerwehr bei einem Einsatz im Laufer Ortsteil Bullach am Freitagabend. Ein Brand in einem Kamin war nur schwer zu erreichen, weshalb die Löscharbeiten etwa vier Stunden dauerten. Verletzt wurde bei dem Feuer niemand.


Die kräftezehrenden Löscharbeiten nahmen etwa vier Stunden in Anspruch bis seitens der Feuerwehr endgültig "Feuer aus" gemeldet wurde. Da Teile des unter dem Putz verborgenen Fachwerks weitestgehend abgebrannt waren, führten die Floriansjünger anschließend noch Abstützarbeiten mittels Holzbalken durch. Auch ein Bausachverständiger des THW wurde verständigt, um die Statik der Wände zu beurteilen. Aufgrund der langen Einsatzdauer wurde neben dem Regelrettungsdienst des BRK sowie ASB Lauf die ehrenamtliche Unterstützungsgruppe Rettungsdienst der BRK Bereitschaft Lauf nachalarmiert. Diese sicherte die Löscharbeiten der Feuerwehr bis in die frühen Morgenstunden ab.

Eisige Temperaturen erschwerten Löscharbeiten immens

Glücklicherweise gab es letztendlich keinerlei Verletzte zu verzeichnen. Die niedrigen Außentemperaturen um etwa minus 18 Grad setzten neben den Einsatzkräften auch dem Material stark zu. So bereiteten zugefrorene Hydranten, Schlauchleitungen und Strahlrohre sowie glatte Strassen den Einsatzkräften zusätzliche Probleme. Die Verpflegung mit warmen Getränken übernahm kurzerhand die örtliche Dorfgemeinschaft. Das wurde von allen Einsatzkräften, ebenso wie die Möglichkeit sich in einer kleinen Stube direkt an der Einsatzstelle am Ofen aufzuwärmen, dankend angenommen.

Alle Polizeimeldungen des Tages finden Sie hier.

loc E-Mail

Seite drucken

Seite versenden


weitere Meldungen aus: Bullach