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So waren die Kommunalwahlen im Nürnberger Land

Kroder bleibt Landrat - CSU bleibt stärkste Kraft im Kreistag - 18.03.2020 10:07 Uhr

Armin Kroder bleibt Landrat im Nürnberger Land. © Thomas Geiger


Am Sonntag, 15. März 2020 wurden die Landräte und Kreistage in ganz Bayern neu gewählt. In 64 der 71 Landkreise gab es eine Landratswahl, in allen Landkreisen eine Kreistagswahl.

Im Landkreis Nürnberger Land besteht der Kreistag gemäß der Einwohnerzahl (Stand 2019: 170.423 Einwohner) aus 70 Kreisräten und dem Landrat, der den Vorsitz im Kreistag führt. Hier finden Sie alle Informationen zu den Landkreiswahlen.

Die Ergebnisse der Landratswahl 2020

Im Landkreis Nürnberger Land kandidierte der amtierende Freie-Wähler-Landrat Armin Kroder im Jahr 2020 erneut - und konnte den Posten für sich gewinnen. Weitere Kandidaten um den Posten des Landrats waren Cornelia Trinkl (CSU) und Gabriele Drechsler (Grüne), während die SPD auf Landkreisebene auf einen eigenen Bewerber verzichtete. Die FDP trat mit Kandidatin Kristine Lütke zur Wahl an.

Kommunalwahl 2020: Landratswahl im Landkreis Nürnberger Land




Die Kreistagswahl 2020

30,98%

22,14%

19,52%

13,58%

5,17%

2,52%

2,00%

1,92%

1,86%

0,31%

CSU
Freie Wähler
Die Grünen
SPD
AfD
FDP
Die Linke
Bunte Liste
ÖDP
REP

3,24%

0,83%

6,01%

9,55%

0,11%

1,7%

1,84%

Alle Stimmkreise ausgezählt.

Im Kreistag des Nürnberger Lands gab es einige Verschiebungen: Während die Grünen sechs Prozentpunkte hinzugewinnen konnten, verlor die SPD bei der Wahl nahezu zehn Prozent. Neu im Kreistag sind in der kommenden Amtsperiode die AfD, die Linke und die ÖDP.

Die Kommunalwahlen setzten sich aus verschiedenen Teilen zusammen. Gewählt wurden

  • Erste Bürgermeister bzw. Oberbürgermeister
  • Landräte
  • Gemeinde- oder Stadtratsmitglieder
  • Kreisräte

Alle sechs Jahre finden Kommunalwahlen statt, zuletzt am 16. März 2014. In allen 25 kreisfreien Städten Bayerns wurde damals der Stadtrat und in allen 71 Landkreisen mit mehr als 2000 Gemeinden der Kreistag gewählt. Die meisten (Ober-)Bürgermeister und Landräte wurden an diesem Tag ebenfalls neu gewählt. Eine Ausnahme ist selten und besteht nur, wenn die Amtszeit der amtierenden Bürgermeister oder Landräte nicht parallel zur Wahlzeit des Gemeinderates/Kreistages verläuft. Dies ist beispielsweise der Fall, wenn ein Erster Bürgermeister vor Ende seiner Amtszeit verstarb oder von seinem Amt zurücktrat.

Die Ergebnisse der Landkreiswahl 2014

Auch in der Landratswahl 2014 wurde Armin Kroder im Amt des Landrats bestätigt. Der Freie-Wähler-Politiker ist seit 2008 im Amt und erhielt im Wahljahr 2014 57,53 % der Stimmen. Seine Gegenkandidaten waren Cornelia Trinkl (CSU), Alexander Horlamus (SPD) und Ulrike Eyrich (Grüne). Trinkl erhielt bei der vergangenen Wahl 19,74%, Horlamus 12,10% und Eyrich 9,12% der Stimmen. Einen Überblick über die Ergebnisse der vergangenen Landratswahl und die Kandidatensteckbriefe finden Sie hier.


Das waren die Kommunalwahlen 2014


Der Kreistag setzt sich seit 2014 wie folgt zusammen: Die CSU hat 24 Sitze, die SPD 16 Sitze, die Freien Wähler 15. Es gibt außerdem neun Kreisräte der Grünen. FDP, Republikaner und die Bunte Liste Bürgerdemokratie haben jeweils zwei Sitze.

Was machen Landrat und Kreistag?

Der Kreistag verwaltet einen Landkreis und setzt sich aus Kreisräten und einem/einer Vorsitzenden - dem Landrat/der Landrätin - zusammen. In den Aufgabenbereich dieses Gremiums fallen Entscheidungen, die über eine einzelne Gemeinde oder Stadt hinausgehen. Dazu zählen beispielsweise der Betrieb von Kreiskrankenhäusern, die Instandhaltung von Kreisstraßen, der öffentliche Nahverkehr oder die Abfallentsorgung.

Wie bei Gemeinde- und Stadträten auch, entscheidet die Größe des Landkreises über die Zahl der Kreisräte. Landkreise mit weniger als 75.000 Einwohnern haben 50 Kreisräte. Bei bis zu 150.000 Einwohnern sind es 60 und bei allem, was darüber liegt, 70.

Der Landrat leitet die Sitzungen des Kreistages, vollzieht dessen Beschlüsse und vertritt den Landkreis. Er wird ebenfalls für sechs Jahre gewählt. Im gesamten Freistaat gibt es 71 Landräte.

Quiz: Wie gut kennen Sie die regionale Polit-Prominenz?

© Matthias Balk, dpa

© André De Geare

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Frage 1/11:

Für welche TV-Show ist die frühere Nürnberger Abgeordnete Dagmar Wöhrl bekannt?

© Daniel Karmann, dpa

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Frage 2/11:

Was sammelt Nürnbergs Oberbürgermeister Ulrich Maly?

© Sven Hoppe, dpa

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Frage 3/11:

Für welche Vision wurde die Digital-Staatsministerin Dorothee Bär anfänglich belächelt?

© Andre De Geare, NN

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Frage 4/11:

Wo arbeitete Erlangens Oberbürgermeister Florian Janik vor seinem Wahlsieg?

© Matthias Balk, dpa

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Frage 5/11:

Von welchem geliebten Haustier mussten sich Markus Söder und seine Frau Karin 2019 verabschieden?

© Harald Sippel

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Frage 6/11:

Wie lange war Günther Beckstein als Ministerpräsident im Amt?

© PETER ROGGENTHIN

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Frage 7/11:

Ein "Auswärtiger" regiert Forchheim. Woher stammt OB Uwe Kirschstein ursprünglich?

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Frage 8/11:

Wie heißt der mittelfränkische Bezirkstagspräsident?

© Stadt Fürth

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Frage 9/11:

Welche fränkische Stadt regiert dieser Mann?

© dpa/ Soeren Stache

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Frage 10/11:

Welches Amt hatte die Laufer Bundestagsabgeordnete Marlene Mortler fünf Jahre lang inne?

© picture alliance / dpa

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Frage 11/11:

Wo diente der frühere Nürnberger Bürgermeister Klaus-Peter Murawski zuletzt als Staatskanzleichef?

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Wer im Landkreis Nürnberger Land war wahlberechtigt?

Wahlberechtigt waren - anders als bei der Landtagswahl - nicht nur deutsche Staatsbürger. Auch volljährige EU-Bürger, die seit mindestens zwei Monaten (Stichtag: 15. Januar) im Wahlkreis wohnen, dürfen an die Urne. Ausschlaggebend ist, dass der Hauptwohnsitz in der Gemeinde/dem Landkreis gemeldet ist.

Was die Wahlergebnisse bedeuten

Die Sitzverteilung erfolgte in allen Kreis- und Gemeinderäten nach dem Berechnungsverfahren nach Sainte-Laguё/Schepers. Landrat wurde, wer die Mehrheit der abgegebenen Stimmen erhielt. Es kann auch zu einer Stichwahl kommen, wenn kein Kandidat im ersten Wahlgang die absolute Mehrheit, also mehr als 50 Prozent der Stimmen, auf sich vereinen kann. In diesem Fall treten die beiden Bewerber mit den meisten Stimmen ein zweites Mal gegeneinander an. Stichwahlen sind generell nur für Bürgermeister, Oberbürgermeister und Landräte möglich.

nn

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