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Laufer Wenzelschloss für Bürger wieder geöffnet

Nach 30 Jahren Sperre ist die Kaiserburg zugänglich - 24.06.2014 12:30 Uhr

Das Wenzelschloss in Lauf gehört zwar dem Freistaat, aber für die Laufer war es schon immer ihre Kaiserburg. Ein Vertrag hat jetzt die Nutzung durch die Bürger besiegelt. © Mark Johnston


Es ist eine gute Nachricht für Lauf, für die Laufer und alle Besu­cher: Nach 30 Jahren Sperrung ist der Durchgang durch das Wenzelschloss, über die beiden Stege und den Innen­hof, wieder offen. Bürgermeister Bisping und Finanzminister Markus Söder - der Freistaat ist Eigentümer der Immobilie - unterzeichneten in der Kaiserburg eine entsprechende Vereinbarung. In der steht außerdem, dass künftig auch Trauungen im histo­risch besonders wertvollen Wappen­saal des Wenzelschlosses möglich sind. Eine Zustimmung des Laufer Stadtrates gilt als sicher.

Erste kleine Schritte für künftig neues Leben im Schloss, nachdem die Akademie der Bildenden Künste vor genau einem Jahr ausgezogen ist? Auf jeden Fall, sind sich Bürgermeister Bisping und Heimatminister Söder einig. Vor Jahren hatte der Bürger­meister erstmals den Begriff "europäi­sches Begegnungszentrum" öffentlich in den Raum gestellt, ohne damals kon­kret sagen zu können, wie eine solche Kulturstätte einmal aussehen könnte oder unter wessen Verantwortung die jetzt leerstehende Kaiserburg betrie­ben werden könnte.

Heimatminister Söder, der für sich reklamiert, den Verkauf der Burg ver­hindert zu haben, sieht sich und die CSU als Initiator einer schon konkre­teren deutsch-tschechi­schen Begegnungsstätte. Und sieht ganz klar den Freistaat in der Pflicht, hier finanziell einzustei­gen, wie er betonte.

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Das Wenzelschloss in Lauf öffnet seine Pforten

Nach 30 Jahren Sperrung ist der Durchgang durch das Wenzelschloss, über die beiden Stege und den Innenhof, wieder offen. Bürgermeister Bisping und Finanzminister Markus Söder — der Freistaat ist Eigentümer der Immobilie — unterzeichneten in der Kaiserburg eine entsprechende Vereinbarung. In der steht außerdem, dass künftig auch Trauungen möglich sind.


Dabei hoffe er, auch die tschechische Regie­rung bei der weiteren Entwicklung mit ins Boot zu bekommen. Schon heute sollen bei einem Gespräch im Hei­matministerium in Nürn­berg konkrete Pläne für Lauf diskutiert werden. Mit dabei Vertreter der Stadtverwaltung Lauf, der Staatssekretär des Finanzministeriums und eine Vertreterin der tschechischen Regie­rung.

Aus Sicht der Laufer gehört die aus dem 14. Jahrhundert stammende Burg von Kaiser Karl IV. (Kaiser Wenzel) auf der Insel in der Pegnitz und an der Goldenen Straße von Prag nach Nürnberg gelegen, zur Stadt Lauf, auch wenn sie jetzt im Besitz des Freistaates ist. Und deshalb ist die Öff­nung des Durchganges täglich von acht bis 18 Uhr die beste Nachricht des Tages, meinten die Lau­fer begeistert.

Ein Wunsch, der nun ab 1. Juli nach fast 30 Jahren erfüllt wird. Als die Akademie der Bildenden Künste näm­lich Mitte der 80er Jahre im Wenzel­schloss einzog, wurden die Schlossto­re zum Innenhof und der stadtseitige Steg über die Pegnitz für den Durch­gang geschlossen. Ab sofort kommt auch der Wappensaal, der historisch wertvollste Teil des Schlosses, zu neu­en Ehren. Künftig sind hier, wie bis­her auch schon im Industriemuseum, standesamtliche Trauungen möglich. 200 Euro wird die Nutzung wohl kos­ten, dabei dürfen maximal 25 Perso­nen teilnehmen. Feiern im Schloss sind aus denkmalschützerischen Grün­den im - in den letzten Wochen für 40.000 Euro aufgefrischten - Wappen­saal natürlich nicht möglich. 

Clemens Fischer (Nürnberger Nachrichten)

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