Sonntag, 22.09.2019

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Silosickersaft abgeleitet: Verfahren gegen Felßner dauert an

Staatsanwaltschaft wartet auf Stellungnahme der Verteidigung - 08.09.2017 09:12 Uhr

Der Landwirt und seine Kühe: Günther Felßners Hof befindet sich im Laufer Ortsteil Günthersbühl. © Isabel Krieger


Die Anwälte des Landwirts aus Günthersbühl hatten laut eines Behördensprechers angekündigt, dem im Frühsommer vorgelegten boden- und hydrogeologischen Gutachten der Staatsanwaltschaft eine eigene fachliche Bewertung gegenüberzustellen. Die Frist für eine Stellungnahme der Verteidigung ist laut Staatsanwaltschaft aber Ende August verstrichen.

Felßner steht unter Verdacht, sogenannte Sickersäfte, die in seinen Silos anfielen, zusammen mit Oberflächenwasser unerlaubt in ein benachbartes Grundstück abgeleitet zu haben. Dabei sollen Baumbestände zu Schaden gekommen sein. Auch der Verdacht einer Verunreinigung des Grundwassers besteht – in der Nachbarschaft des Felßner-Hofs befindet sich ein Wasserschutzgebiet.

Durchsuchung auch im Landratsamt

Am Buß- und Bettag 2016 hatte es eine Durchsuchung des Anwesens im Laufer Ortsteil Günthersbühl gegeben. Am selben Tag wurde auch das Landratsamt Nürnberger Land durchsucht. Bereits im Herbst 2014 waren Vorwürfe gegen Felßner wegen Mängeln bei der Bewirtschaftung seiner Silos erhoben worden, die der Laufer Behörde bekannt waren.

Unter anderem fehlte ein Auffangbehälter. Seit November 2016 wird deshalb auch gegen drei Mitarbeiter des Landratsamts ermittelt.

Der Günthersbühler Landwirt, der im Frühjahr als mittelfränkischer Bauernpräsident und als Vizepräsident des Bayerischen Bauernverbands bestätigt wurde, bestreitet die Vorwürfe. 

Isabel Krieger

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