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Donnerstag, 13.05.2021

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Tragödie im Storchennest: Die Ottensooser Störchin Anna ist tot

Partner Winfried konnte Eier nicht alleine ausbrüten - 04.05.2021 09:04 Uhr

Witwer Winfried konnte alleine nicht weiterbrüten.

02.05.2021 © Tina Klausen


Die Ottensooser Störchin Anna erlitt schon Anfang April einen Unfall und brach sich dabei ein Bein, wie Storchen-Liebhaberin Tina Klausen aus Hersbruck der Pegnitz-Zeitung mitteilte. Möglicherweise ereignete sich der Unfall aufgrund von heftigen Sturmböen mit bis zu 70 Stundenkilometern, wie Klausen mutmaßt. Die Störchin könnte von einer Böe erfasst worden sein und beispielsweise mit einem Fahrzeug oder Hausdach kollidiert sein.

Schwerverletzt konnte sie in Ottensoos geborgen werden, sie musste jedoch im Tiergarten Nürnberg eingeschläfert werden.

Winfried auf sich allein gestellt

Storchenmann Winfried versuchte noch eine Woche die Eier zu bebrüten. Doch ganz alleine und ohne für sich selbst Futter zu suchen ist das nicht möglich, so Klausen. Die Bebrütung und Aufzucht gehe bei Störchen eben nur gemeinsam. Entsprechend hat Annas Tod auch zur Folge, dass es heuer keine Jungstörche aus Ottensoos gibt.

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Wesentlich erfreulicher gestaltet sich die Lage in Lauf, wie Klausen berichtet. Das Laufer Storchenpaar Johanna und Karl hat Nachwuchs bekommen.

Die Küken sind noch sehr klein und werden von den Eltern gut gehudert und gewärmt, wie die Storchenliebhaberin in den letzten Tagen beobachten konnte. Hudern ist ein vogelkundlicher Fachbegriff, der das Schützen der Jungvögel vor Wind und Wetter durch die Flügel und das Bauchgefieder der Eltern beschreibt.

Jungtiere wachsen schnell

"Die Jungstörche wachsen sehr schnell und mit etwas Glück kann man sie in gut einer Woche auch schon vom Laufer Marktplatz aus über den Nestrand erblicken", schreibt Klausen. Wieviele Jungstörche aufgezogen werden können, sei zum jetzigen Zeitpunkt aber noch nicht vorhersehbar.

Da sich die Elternstörche bei der Aufzucht, Nahrungs- und Nistmaterialsuche stets abwechseln und dabei auch gerne in der näheren Umgebung bleiben, sei es jetzt wieder besonders wichtig, sie dabei nicht zu stören und Hunde beim Vorbeispazieren anzuleinen, rät Klausen.

Andreas Kirchmayer

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