Donnerstag, 12.12.2019

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Zwei Lokomotiven für eine S-Bahn

Vorgeschmack auf das ausgebaute S-Bahn-Netz ab Dezember - 16.09.2010 10:27 Uhr

Da knipsen sogar die Bahner: Vier Lokführer für zwei Triebwägen gibt es nur selten. © Kohl


 Es ist ein Vorgeschmack auf die Zeit nach dem Fahrplanwechsel im kommenden Dezember, wenn das Nürnberger S-Bahn-Netz aufs Dreifache seiner bisherigen Größe wächst, die neuen Triebzüge der Baureihe 442 („Talent 2“) aber wegen technischer Probleme noch nicht zur Verfügung stehen. Dann müssen Ersatzzüge ran – auf der Strecke von Nürnberg über Schwaig, Röthenbach, Lauf, Ottensoos, Henfenfeld, Hersbruck, Happurg und Pommelsbrunn nach Hartmannshof eben auch solche Garnituren, wie gestern früh probeweise eine fuhr. Der Zug hatte, wie gewohnt, vier S-Bahn- Wagen, aber hinten und vorne eine Lok. Damit hofft man, den Fahrplan einhalten zu können. Die Maschinen vom Typ 111, die in den siebziger Jahren für den Fernverkehr gebaut wurden, haben zwar schon vor 30 Jahren im Ruhrgebiet S-Bahn-Züge befördert. Sie sind aber weniger spurtstark als die ehemaligen DDR-Elektroloks der Baureihe 143, die zurzeit den relativ flotten Nürnberger S-Bahn-Verkehr bewältigen. Deshalb braucht man hier zwei. Bei solchen Touren wie gestern früh stellt sich das Bahnpersonal auf die ungewohnte Situation ein. Insider hatten die Probe- und Ausbildungsfahrt schon am Montag im Internet angekündigt. Foto: T. Kohl

ko

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