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Leben nach der Psychiatrie: Was macht Gustl Mollath heute?

Vor fünf Jahren kam Deutschlands bekanntestes Justizopfer auf freien Fuß - 06.08.2018 05:55 Uhr

Nach über sieben Jahren Unterbringung in der forensischen Psychiatrie: Gustl Mollath verlässt am 6. August 2013 mit zwei Pflanzen in einem Topf das oberfränkische Bezirkskrankenhaus in Bayreuth. © David Ebener, dpa


Gustl Mollath lässt sich nicht sprechen. Er ruft - auch nach dem Vermittlungsversuch eines alten Schulkameraden in Hersbruck - nicht zurück, um ein Interview über seine momentane Situation zu geben. Nichts zu machen, sagen enge Freunde des heute 61-jährigen Nürnbergers achselzuckend.

Dabei gab es Zeiten, da suchte Mollath die Nähe und Breitenwirkung der Medien. Er tauchte in jeder Zeitung, in jedem Magazin auf. Dokumentationen - etwa von Rechercheuren aus der Redaktion von Report Mainz - und Spielfilme beleuchteten das ursprüngliche Nürnberger Gerichtsverfahren und vor allem die eklatanten Verfahrensfehler dort. Dabei bildeten sich bei den Journalisten - wie in der Bevölkerung - zwei Lager: das eine, das Mollaths oft skurril-verstörendes Auftreten als Beleg für einen wie auch immer gearteten Wahn hält; und das andere, das dies durchaus auch anerkennt, im Vordergrund aber das bewiesene Unrecht, begangen an einem Justiz-, Psychiatrie- und Polit-Opfer, sieht.

Medien-Liebling Mollath, der sein Haus durch Zwangsversteigerung eingebüßt hat, verbrachte die erste Zeit nach seiner Freilassung an wechselnden Orten, bei Freunden. Zeitweise schraubte er wieder an Oldtimern herum, nachdem er früher die Kfz-Werkstatt "Augusto M" betrieben hatte, die auf Reifenhandel, Tuning und Restaurierung von historischen Fahrzeugen spezialisiert war.

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hpr

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