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Markenrechte von TV-Hersteller Loewe gehen an Investor Skytec

Keine Angebote an Restbestand des fränkischen TV-Herstellers eingegangen - 14.12.2019 07:56 Uhr

Die EMS-Fertigung, wo Loewe bis Juli 2019 Fremdaufträge abgearbeitet hatte, war bereits zuvor an die regional ansässige Dr. Schneider Gruppe gegangen.

In der Region war ein Verkauf an den chinesischen Unterhaltungselektronik-Experten Hisense favorisiert worden. Hisense hatte nach Angaben aus dem Büro des Bundestagsabgeordneten Hans Michelbach (CSU) die Weiterbeschäftigung von bis zu 100 Beschäftigten auf dem Loewe-Gelände in Aussicht gestellt.


Loewe-Insolvenz: Teil der Fertigung wird verkauft


Die Entscheidung über die Veräußerung an Skytec sei maßgeblich vom britischen Finanzinvestor Riverrock getroffen worden, betonte Insolvenzverwalter Weiß. Das Unternehmen war bis zuletzt der Hauptgläubiger, die Markenrechte sind an Riverrock verpfändet.

Skytec sei auf Unternehmen aus der Unterhaltungselektronik und der IT spezialisiert und habe bereits die Marken Blaupunkt und Sharp erfolgreich weiterentwickelt, hieß es.

Loewe hatte bereits 2013 Insolvenz angemeldet, kam dann vorübergehend wieder auf die Beine und musste im Mai 2019 erneut zum Insolvenzgericht. Im Juli wurden alle noch verbliebenen mehr als 400 Mitarbeiter - mit Ausnahme eines Abwicklungsteams - freigestellt.

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dpa

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