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Markt Feucht plant trotz Pandemie eine Kirchweih

Fest soll im Juli stattfinden und drei bis vier Tage dauern - 16.04.2021 09:47 Uhr

Nach wie vor im Amt ist sie ja, die Spalter Bierkönigin Johanna Merkenschlager. Doch ob es einen Anstich geben wird, wie man ihn aus vergangenen Jahren kennt, ist fraglich.

16.04.2021


Fast ein Jahr ist Jörg Kotzur inzwischen im Amt. Und noch immer hat der Feuchter Bürgermeister kein Fass Bier anzapfen dürfen. In diesem Sommer aber könnte es klappen mit der Nagel- oder besser Schlegelprobe. Denn der Markt Feucht plant trotz Pandemie eine Kirchweih.

Im Sozial- und Kulturausschuss hat die Verwaltung Einblick in ihre Pläne gegeben. "Wir haben uns vorgenommen, etwas Größeres als im letzten Jahr auf die Beine zu stellen", sagt Andrea Pickel, die Leiterin des Veranstaltungsbüros. Darum habe man bereits Verträge mit allen angestammten Schaustellern geschlossen – mit einer Corona-Klausel, wie sie betont. "So haben wir alle Freiheiten, die Kirchweih den Gegebenheiten anzupassen."

"Kein Halligalli am Festplatz"

Stand heute plant die Gemeinde Mitte Juli eine drei- bis viertägige Kärwa sowie eine Zweiteilung des Kirchweihplatzes: Fahrgeschäfte auf der einen, kulinarisches Angebot auf der anderen Seite. Dabei teilen sich Langosbäcker, Fischbräter und Mandelröster einen gemeinsamen, großen Biergarten. Stellen soll den der Festwirt, sein Zelt wird er in diesem Jahr noch zu Hause lassen. "Das wird kein Halligalli am Festplatz", sagt Pickel, "sondern eine Kirchweih mit ortsansässigen Kapellen".


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Gastro- und Schaustellerbereich werden so angelegt sein, dass sich Gäste nur in einer Richtung durch sie hindurch bewegen können. Kontaktdaten könnten mittels Luca-App erhoben werden. Um das Geschehen zusätzlich zu entzerren, sollen weitere Fahrgeschäfte im Ortskern Platz finden.

Pickel schlägt die Pfinzingstraße vor, im Sozial- und Kulturausschuss werden unter anderem der Obere Zeidlerweg und der Garten des Zeidlerschlosses genannt. Für nicht realistisch erachten Ausschuss und Verwaltung einen Festzug sowie den Seniorennachmittag in bekannter Form. Der Grund in beiden Fällen: zu viele Menschen auf zu wenig Raum.

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Feucht plant noch mit weiteren Veranstaltungen

Als Mitglied des Kirchweihvereins und gebürtiger Moosbacher würde Kotzur diesen Sommer freilich gerne noch ein zweites Fass anzapfen. Doch steht das Fest im östlichen Ortsteil neben der Pandemie noch vor einer weiteren Unwägbarkeit. Bislang übernahm der ortsansässige Partyservice Bogner dort stets die Bewirtung der Gäste. Ende Juni aber stellt das Unternehmen den Betrieb ein.

Neben der Kirchweih hält der Markt Feucht an weiteren Veranstaltungen fest, darunter Bürgerfest (3. Juli, alternativ im September), Feucht kann Kultur (30. Juli bis 1. August) und Esstival (Termin noch offen). Außerdem soll es in Kooperation mit Feucht-FM ein Open-Air-Kino im Freibad geben.

Christian Geist

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