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Mehr Glanz für St. Paul: Endspurt auf der Baustelle

Neues Kirchenumfeld in der Südstadt strahlt repräsentativen Charakter aus - 05.11.2018 06:00 Uhr

Zwei Arbeiter verlegen das Pflaster auf dem Vorplatz an der Amalienstraße nach einem genauen Plan. © Foto: Hans-Joachim Winckler


Kein schöner Anblick war die heruntergekommene Umgebung. Der Gehsteig marode, der Rasen eine einzige Hundetoilette. Die Aufhübschung des Martin-Luther-Platzes war längst überfällig, doch für die evangelische Gemeinde unbezahlbar. Möglich wurde sie erst, als sich die Stadt mit über einer halben Million Euro an der Generalsanierung des öffentlich zugänglichen Kirchengrundstücks beteiligte.

Es sollte aber nicht bei einer Schönheitskur bleiben. Auch ein barrierefreier Zugang zur Kirche konnte geschaffen werden. Eine Rampe führt nun neben der Eingangsfront zum Seitenzugang an der Winklerstraße. Bessere Aufenthaltsqualität wollte man mit der Sanierung des Platzes schaffen. Dem tragen beispielsweise neue Sitzbänke Rechnung. Auf Wunsch der Kirchengemeinde hat man sie in V-Form angeordnet. "Das erleichtert die zwanglose Kommunikation mehr als ein Nebeneinander oder Gegenüber", erläutert Pfarrer Martin Adel.

Sieben Denkanstöße

Ein neuer Kinderspielplatz mit in den Boden eingelassenem Trampolin und eine Reihe solider Fahrradständer gehören zur Grundausstattung. Doch auch Denkanstöße wollte die Kirche geben. Dazu wurden vor dem Hauptportal sieben Gedenksteine mit Grundbegriffen des Glaubens ins Pflaster integriert. Die Passanten sollen so zum Nachdenken über Hoffnung, Gemeinschaft, Vertrauen oder Vergebung angeregt werden.

Der Großbaustelle mussten einige Bäume und altes Gebüsch weichen. Eine Wunde, die man mit dem Pflanzen von rund 20 jungen Bäumen neben den neuen Rasenflächen schließen will. Bereits im Winter 2016 hatte die Landeskirche das Bauprojekt genehmigt. Doch erst heuer im Mai konnten die Arbeiten beginnen.

Glanzlichter-Aktion am Samstag

Bevor am Sonntag der Abschluss der Bauarbeiten gefeiert wird, erstrahlt das Gotteshaus mit dem höchsten Kirchturm Fürths (fast 70 Meter), das zehn Jahre vor der katholischen Schwesterkirche St. Heinrich geweiht wurde, in ungewohntem Glanz: Am Samstag erlebt die neue Fassaden-Beleuchtung ihre Premiere. Zum Stadtjubiläum "200 Jahre eigenständig" werden dann noch 20 weitere markante Gebäude Fürths in effektvolles Licht getaucht.

Doch nicht nur neue Beleuchtung gibt es zur Vollendung des Werkes, sondern auch musikalische Akzente. So erklingt am kommenden Samstag um 19.30 Uhr das Eröffnungskonzert der 55. Fürther Kirchenmusiktage in St. Paul. (Zeitungsabonnenten erhalten ZAC-Rabatt. Tickets sind unter anderem in der FN-Geschäftsstelle, Schwabacher Straße 106, zu haben.) 

Volker Dittmar

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